Unternehmer Roland Mack blätterte beim Dollenberg-Dialog in Bad Peterstal-Griesbach in der Geschichte des Europa-Parks. Er verriet, welche Faktoren ausschlaggebend für den Erfolg sind.
Der Dollenberg-Dialog Anfang Juli entwickelte sich zu einer regelrechten Lehrstunde für Mittelständler, die zahlreich im Spiegelsaal des Relais & Chateaux Hotel Dollenberg vertreten waren. Roland Mack, Geschäftsführer des größten deutschen Freizeitparks, berichtete über die 50-jährige Geschichte des Europa-Parks in Rust und damit über die beispielgebende Erfolgsgeschichte eines mittelständischen Familienunternehmens.
Aufgebaut auf den Säulen Innovation, Tradition und Emotion hat die Familie Mack in fünf Jahrzehnten ein Unternehmen geschaffen, das heute sieben Millionen Besucher jährlich zählt, davon mehr als 50 Prozent aus dem Ausland. Die Parkanlage dehnt sich inzwischen über 140 Hektar aus, das Unternehmen zählt 5250 Mitarbeiter, beschäftigt 550 Betriebe in der Region, hat in Kooperationen mit touristischen Anbietern rund 10 000 indirekte Arbeitsplätze geschaffen.
Roland Mack: „Wir leben das Unternehmen“
Neben dem Europa-Park setzt das Unternehmen die mehr als 200-jährige Familientradition der Produktion von Wagen- und Fahrgeschäften fort und erreicht bei einem Exportanteil von 95 Prozent weltweite Dimensionen.
Das alles kommt nicht von ungefähr. „Marktführerschaft erreicht man nicht mit Bequemlichkeit“, sagte Mack. „Wir leben das Unternehmen.“ Nicht schwätzen, sondern schaffen sei das Motto seines Vaters Franz gewesen. Risikobereitschaft, am Puls der Zeit bleiben, Gespür für Besucher und Gäste entwickeln, das rechtzeitige Erkennen von Trends und Innovationen, gute Kontakte zu örtlichen Behörden und kompromissloses Festhalten an Qualität seien nach wie vor ausschlaggebend für den Erfolg. Roland Mack: „Pessimismus hat es nicht gegeben.“
Auch im 50. Jahr des Bestehens wartet der Europa-Park wieder mit einigen neuen Ideen auf. Mit Sorge verfolgte Mack allerdings ein wachsendes politisches Misstrauen gegenüber Unternehmen: „Dagegen muss unbedingt gearbeitet werden.“
Reserve-Astronautin der Weltraum-Organisation ESA
In einer Videobotschaft richtete sich Amelie Schoenenwald an die Gäste, Reserve-Astronautin der europäischen Weltraum-Organisation ESA. Sie wird bereits mit großer Spannung als Rednerin beim Dollenberg-Dialog erwartet.
Erste Eindrücke von seinen Aufgaben als junges Mitglied des Bundestags vermittelte Johannes Rothenberger, der neue CDU-Wahlkreisabgeordnete. Er sah die neue Regierung auf einem guten Weg „Deutschland wieder auf die richtige Spur zu bringen“.
Zwei Michelin-Sterne verteidigt
Das Auditorium des Dialogs war auch dieses Mal prominent besetzt, darunter Landesministerin für Justiz Marion Gentges (CDU) und die Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller und Katrin Schindele (beide CDU), von Gastgeber Willi Stächele begrüßt. Sie alle gratulierten Küchenchef Martin Herrmann, der kürzlich erneut seine zwei Michelin-Sterne verteidigt hatte. Sein Menü bestätigte das Urteil der Michelin-Tester.