Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl Manuel Hagel beschwört beim Dollenberg-Dialog den „späthschen Aufbruchsgeist“.
Einen wahren Feldzug gegen die Miesepeterei im Land ritt Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU bei der Landtagswahl 2026, vor 100 Gästen des Dialogs Dollenberg. Hagel, von einem vorhergegangenem Auftritt in Oberkirch noch im Wahlkampfmodus: „Wir brauchen eine andere Stimmung in unserem Land, wir müssen zu positiven Entscheidungen kommen.“
Die Lage der Wirtschaft im Land sei „Schlag zwölf“, jetzt gelte es, die Kostenseite für Unternehmen zu stabilisieren und im Land in einer „Allianz Baden-Württemberg“ wieder zu investieren, produzieren, umzusetzen und anzuwenden. Kapital und Kapazitäten dafür seien vorhanden.
Hagel will eine Landesuniversität für Künstliche Intelligenz (KI) gründen, die fakultäts-übergreifend als eine moderne Zentrale in neuen Technologien und Strukturen forsche und Entwicklungen unbürokratisch vorantreibe. Hagel forderte einen „Wachstums-Fonds“ für Baden-Württemberg als Landes-Stiftung, über die Firmen ihr Eigenkapital stärken könnten. Er beschwor den „späthschen Gründergeist“ nach dem Vorbild von Ministerpräsident Lothar Späth in den 80er-Jahren: „Wir haben alle Chancen. Noch nie war die Zeit für Aufbruch so gut wie jetzt“.
„Wer verändern will, muss sich informieren und engagieren“
Wieder hatte der Dollenberg Dialog zwei Dutzend junge Leute ins Hotel eingeladen, die Dialog-Chef Willi Stächele nachdrücklich zum gesellschaftlichen und politischen Engagement aufforderte: „Wer verändern will, muss sich informieren und engagieren“.
Der ehemalige CDU-Finanzminister warnte vor denen, „die mit einfachen Lösungen schaffen“. Diese Lösungen gebe es in einer Demokratie nicht. Demokratie könne auch anstrengend sein, aber es lohne sich immer, sich mit einem Thema ernsthaft auseinander zusetzen.
Leiter des LKA berichtet
Im ersten Referat des Abends stellte Andreas Stenger, Leiter des Landeskriminalamts, seine Behörde anhand plastischer praktischer Beispiele aus dem umfangreichen Aufgabenkatalog des Amtes vor. Dieser reicht von Ermittlungen nach Kapitalverbrechen bis zum Antiterrorismus und zur Bandenkriminalität. Die Zuhörer staunten über den ständigen Entwicklungsprozess, mit dem sich das Landeskriminalamt im bundesweiten Vergleich zahlreiche Alleinstellungsmerkmale verschaffen hat.