In der „Herzmitte“, im dunklen Blazer, die neue Dirigentin Isabell Liebich, gemeinsam mit den Dobler Musikern, die sich alle auf ihr Muttertagskonzert freuen. Foto: Simon Deck

Beim Dobler Muttertagskonzert dirigiert Isabell Liebich. Das Orchester hat sie von Beginn an begeistert. Sie möchte fließende Übergänge schaffen.

Am Samstag, 11. Mai, lädt der Musikverein in Dobel zu seinem Muttertagskonzert ein. Erstmals unter der neuen Dirigentin.

 

Bis Januar war Isabell Liebich für den Dobler Musikverein lediglich als Ausbilderin der Blechbläserjugend aktiv. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Ob sie sich vorstellen könnte, die Jugendkapelle zu übernehmen? Liebich, die selbst eine kleine Musikschule betreibt, hat Erfahrung in der Leitung von Nachwuchskapellen – und sagte spontan zu: „Schließlich kenne ich ja bereits einige der Kinder und Jugendlichen.“

Intensive Phase

Herausfordernde Anfrage Im Februar dann überraschend eine weitere, weitaus größere Anfrage vom Vereinsvorsitzenden Stefan Böttinger: Ob sie sich auch das große Orchester vorstellen könnte? Stand doch der langjährige Dirigent Ulrich Schneider nach 21 Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Gerade mal etwas mehr als zwei Monate Zeit blieb bis zum großen Muttertagskonzert. Bis dahin werde sie in jedem Fall übernehmen, so die 52-Jährige: „Genug Zeit zum Beschnuppern!“

Eigene Handschrift Es wurde eine intensive Phase. Die Dobler Musikerinnen und Musiker äußerten ihre musikalischen Wünsche fürs große Konzert. Liebich hörte sich alles an, änderte hier und da etwas am Programm: „Die Lieblingslieder der Kapelle bleiben, aber meine Handschrift soll das Konzert schon auch tragen!“ Arbeitsreiche Wochen folgten. Die Jugend hatte ihren Probentag, das Orchester gleich ein ganzes Wochenende.

Begeisterung steckt an

Positive Energie Ihre schnelle Zusage, so Liebich, habe vor allem mit den Menschen zu tun: „Das Dobler Orchester hat mich von Beginn an begeistert. Die Musiker haben eine solch positive Energie. Da sind engagierte und begabte Leute drunter. Und man wird absolut wertgeschätzt. Schon bei meiner allerersten Unterrichtsstunde lag ein kleines Dankeschön für mich auf dem Tisch.“ Begeisterung steckt an – und so brachte die Dirigentin auch gleich ihre Tochter als Orchestermusikerin mit.

Fließende Übergänge Welche neuen Impulse sie hineinbringen möchte beim Dobler Orchester? Fließende Übergänge möchte sie schaffen. Von den Kindern in die Jugendkapelle und von der Jugend- ins Erwachsenenorchester. Das hört sich durchaus nach längerfristigen Überlegungen an.

In Bigbands aktiv

Musikerfamilie Liebichs mobile Musikschule heißt „Musik-Lieb-Ich“. Der Name ist Wortspiel und Bekenntnis zugleich: Sie kommt aus einer Musikerfamilie, spielt Tenorhorn, Bariton und Posaune. Als ausgebildete Industriemeisterin Elektrotechnik hat sie ihren musikalischen Weg über die Verbandsabzeichen gemacht, hatte mit 18 Jahren den Dirigentenschein in der Tasche und leitet seither zahlreiche Orchester. Außerdem ist sie in Bigbands in der Region als Musikerin aktiv.

Gespannt aufs Konzert Was die Dobler Musikerinnen und Musiker mit Liebich zusammen in kurzer Zeit alles auf die Beine gestellt haben und wie die weitere Zukunft der Kapelle aussieht? Wer am Samstag, 11. Mai, ab 19.30 Uhr zum Konzert ins Kurhaus kommt, wird es erfahren. Einlass ist ab 19 Uhr. Die Karten kosten sieben Euro, Kinder unter 14 Jahren sind frei.