Der Randbereich des Kurparks hinter dem Kursaal soll künftig Fitness-Hotspot werden. Foto: Gegenheimer

In zügigen 50 Minuten war am Dienstagabend der öffentliche Teil der Gemeinderatssitzung in Dobel abgeschlossen und einige einstimmige Entscheidungen gefällt.

Dobel - Die Freiwillige Feuerwehr erhält, wie bereits im Haushalt eingeplant, eine neue Abgasabsauganlage für das Gerätehaus zum Preis von knapp 12 000 Euro. Die Reparatur der defekten alten Anlage ist nicht mehr möglich. Die Feuerwehrsatzung wird – der Pandemie geschuldet – erweitert um die Möglichkeit zur Durchführung von Hauptversammlungen in digitaler Form. Dies für den Fall, dass eine Präsenzveranstaltung innerhalb vertretbarer Zeit nicht möglich ist.

Mehr Leben in den Park

Der Fitness-Hotspot soll möglichst bis Ende Mai kommen. Aufgrund der Erfahrungen des Winters mit den Rodlern nun doch nicht außerhalb, sondern innerhalb des Kurparks. Festgelegt wurde die bisher wenig genutzte Seitenflanke zwischen Kursaal-Nordseite, Sporthalle und Tennisheim. Die Geräte im Gesamtwert von gut 6000 Euro sind bereits geliefert, für die zugehörige Beschilderung wird eine Fachfirma beauftragt. Der Kurpark werde durch die Installationen aufgewertet, ohne seine Erholungsfunktion zu verlieren, so die Verwaltung. Bedenken äußerte Bernhard Kraft (PD) hinsichtlich der Möglichkeit von Vandalismus an den Geräten sowie gestörter Ruhe im Kurpark durch Spielplatzcharakter der Geräteinstallation. Markus Treiber (PD) hingegen begrüßte, dass mehr Leben in den Park kommen könnte.

Acht Wohnmobilstellplätze

Die Einrichtung von acht Wohnmobilstellplätzen an der Höhenstraße ist beschlossen. Es sollen Kurzzeitparkplätze für maximal drei Tage werden, so der Bürgermeister. Ergänzt wurde der Antrag um eine Einlassung von Gemeinderat Kraft, der die laut Plan relativ schmalen Standstreifen als nicht ausreichend ansah und sich für eine Verbreiterung aussprach. Ortsbaumeister Michael Müller erläuterte, zur Herstellung der Verkehrssicherheit sowie Installation der Elektrotrasse für die Versorgungsstationen müssten voraussichtlich sowieso noch einzelne Bäume entnommen werden, eine Stellplatzbreite von drei bis 3,50 Metern werde hergestellt. Auf Krafts Hinweis, beim Ausstieg der Wohnmobilisten entlang der Straße könne es durch passierenden Verkehr, aber auch Schneeräumung im Winter zu Gefahrensituationen kommen, ergänzte Bürgermeister Christoph Schaack, der Ausstieg solle grundsätzlich in Richtung Wald erfolgen. Ausdrücklich lobte Kraft, dass der mittlerweile auf Vorschlag des Ortsbaumeisters ausgedeutete Standstreifen ein begrüßenswerterer Standort für die Stellplätze sei als jener noch vergangenen Sommer angedachte mitten auf dem Sportplatz- und Friedhof-Parkplatz, wodurch normale Parkflächen weggefallen wären.

Keine Einwände

Landratsamt, Forst und Jagdpächterin wurden inzwischen über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt, es gibt keine Einwände. Die Einrichtung des notwendigen separaten Netzanschlusses wird derzeit von NetzeBW geprüft. Die Versorgungseinrichtungen sind bereits erworben. Vorhandene Parkautomaten und programmierbare Straßenbeleuchtung können mit genutzt werden. Einschließlich der erforderlichen Tiefbauarbeiten, die nun mit beschlossen wurden, wird das Projekt weitere circa 7250 Euro kosten, davon sind 5000 Euro im Haushalt eingestellt.