Auch Landrat Helmut Riegger hatte für Wahlsieger Christoph Schaack ein Präsent mitgebracht. Foto: Kugel

Dobel hat gewählt. Und der Sieger der Bürgermeisterwahl feierte am Sonntagabend bis gegen 22 Uhr mit den Anwesenden im Kurhaus. Danach stand für Christoph Schaack zu Hause Weiterfeiern und Vespern auf dem Programm.

Dobel - Das E-Mail-Postfach laufe mit Glückwünschen über, so der alte und neue Bürgermeister im Gespräch mit unserer Redaktion. Bürger, Verbände, ehemalige Kollegen seien unter den Absendern. Er bereite gerade Gemeinderatsunterlagen vor und könne auf die Schnelle gar nicht alle Gratulationen lesen.

Am Montagmorgen habe er mit seinem Vater, der ihn übers Wochenende besuchte, in der "Linde" gefrühstückt. Auf dem Weg dorthin hätten auch Autofahrer angehalten, um ihm kurz persönlich zu gratulieren.

Ordentliches Ergebnis

"So langsam setzt es sich", erklärte der 54-Jährige, "an 90 Prozent hätte ich nicht gedacht". Das sei schon ein ordentliches Ergebnis, stellte er schmunzelnd fest.

Der Wahlsieger zeigte sich "einfach nur froh". Besonders gefreut habe er sich, so Schaack, über den Zuspruch. So habe Landrat Helmut Riegger deutlich gemacht, dass er bei den wichtigen Terminen präsent sei. Und die Bürgermeisterkollegen des Umkreises hätten auch vorbeigeschaut.

Am Montagmorgen habe er übrigens eine Stunde später als sonst angefangen. "Das habe ich mir rausgenommen", so Schaack. Nun gehe es ganz normal weiter. Und das sei gut so. Genügend Aufgaben stünden an. So nannte er beispielsweise die Weiterentwicklung von Neubaugebieten, das Thema Energiesparen und die Erweiterung des Friedhofs. Auch in seiner zweiten Amtszeit sei er auf jeden Fall genügend beschäftigt.

Zur Erinnerung: 788 (90,06 Prozent) wählten Schaack und zwölf (1,37 Prozent) Dauerkandidat Samuel Speitelsbach, der übrigens mittlerweile auch in Bayern antritt.

Gezählt wurden 393 Briefwähler, wobei hier nur 369 Stimmen gültig waren.

Am Sonntag nutzten 75 Wähler (8,57 Prozent) zudem die leere Zeile unterhalb der beiden zugelassenen Kandidaten, um eine Person, die nicht zugelassen war und die sie trotzdem wählen wollten, einzutragen. Wie Hauptamtsleiterin Katrin Strauch auf Nachfrage sagte, werden die Personen, die bis zu fünf Stimmen erhalten haben, bei der amtlichen Bekanntmachung nicht einzeln erfasst und somit zusammengefasst. Mehr Stimmen als Dauerkandidat Speitelsbach bekam Holger König – nämlich 19. Für Reimund Ruff entschieden sich sieben Wähler und sechs für Tobias Kull.

25 Namen

Inklusive Schaack und Speitelsbach wurden insgesamt 25 Namen registriert.

Nebenbei: Markus Treiber, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, lobte vor der Bekanntgabe des Ergebnisses auch die gute Vorbereitung der Verwaltung.