Die Bürgermeisterwahl in Dobel findet am 18. September statt. Die Kandidaten heißen Christoph Schaack und Samuel Speitelsbach. Foto: Kugel

Unser Redakteur hat sich nicht ganz ernst gemeinte Überlegungen zur bevorstehenen Bürgermeisterwahl in der rund 2400-Seelen-Gemeinde Dobel gemacht.

Dobel - Je mehr qualifizierte Bewerber kandidieren, desto schlechter stehen die Chancen, eine Bürgermeisterwahl gleich auf Anhieb zu gewinnen. In der rund 2400 Einwohner zählenden Gemeinde Dobel muss sich somit Amtsinhaber Christoph Schaack wohl keinen Ratgeber für schlaflose Nächte besorgen. Wenigstens nicht mit Blick auf den Wahlsonntag am 18. September. Nur sein Name und der von Dauerkandidat Samuel Speitelsbach werden auf dem Stimmzettel zu finden sein. Zwar ist es zulässig, auch einen nicht vorgeschlagenen Bewerber handschriftlich einzutragen, doch klingt das sehr theoretisch. Allem Anschein nach darf das 54-jährige Gemeindeoberhaupt weitere acht Jahre auf dem Rathaus-Chefsessel Platz nehmen.

 

Ist auf der Sonneninsel etwas im Busch?

Doch halt! Schaack antwortete im Februar im Gespräch mit unserer Redaktion auf die Frage, ob er im kommenden Wahlkampf mit Gegenkandidaten rechnet, so: "In Dobel kann man nie wissen!"

Das lässt tief blicken. Und es drängt sich unweigerlich die Frage auf: Ist auf der Sonneninsel etwas im Busch? Wurde Speitelsbach von Doblern bedrängt, zu kandidieren, weil er es hier endlich schaffen könnte? Und war die Aussage gegenüber unserer Redaktion, nicht zur Bewerbervorstellung am 8. September kommen zu wollen, deshalb nur ein Bluff des landauf, landab bekannten Dauerkandidaten, um im Kurhaus als Überraschungsgast ganz groß auftrumpfen zu können? Sein Plan für Bad Liebenzell lautete im vorigen Jahr schon mal sehr vielversprechend: Er wolle eine Partnergemeinde in Süditalien finden und dort durch Solarenergie Wasserstoff produzieren lassen. Dieser sollte dann mit Luftschiffen in die Bäder- und Kurstadt transportiert werden. Dazu wollte er aus mit Sonnenspiegeln betriebenen Dampfmaschinen Energie und Trinkwasser gewinnen.

Von wegen keinerlei Wahlsorgen

Bestimmt hat der 35-jährige Diplom-Ingenieur, der sich auch schon als "König von Christi Gnaden" bezeichnete, für die Sonneninsel noch viel genialere Ideen auf Lager. Das wird möglicherweise viele Dobler dazu animieren, bei ihm ihr Kreuzchen zu machen, um die Vormachtstellung in der Region zu übernehmen.

Von wegen keinerlei Wahlsorgen. Amtsinhaber und Gegenkandidat Schaack stehen mutmaßlich doch noch schlaflose Nächte bevor.