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Dobel Herta Baumruck widmet ihr Leben dem Sport

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Hauptamtsleiter Egbert Lacroix verabschiedete die 72-jährige Kursleiterin mit einem Blumenstrauß. Foto: Schwarzwälder-Bote

Dobel (sz). "Alles hat seine Zeit", so Herta Baumruck, die dicht umringt von ihren Kursteilnehmerinnen den Blumengruß der Gemeinde von Hauptamtsleiter Egbert Laxroix entgegengenommen hat.

Die beliebte Fitness-Trainerin, Motivatorin und Sportlerin hat in den vergangenen Jahren auf dem Dobel eine Fangemeinde gefunden, die es ihr wahrlich nicht leicht macht, von ihrer Arbeit Abschied zu nehmen. "Nach 20 Jahren", so ergänzte Baumruck, "habe ich beschlossen, neue Herausforderungen anzunehmen und meine sportlichen Aktivitäten mit immerhin sechs Fitness- sowie Tai-Chi-Gruppen im Nordschwarzwald zu begrenzen."

Mit 72 Jahren ist das sicherlich kein ungewöhnlicher Wunsch. Wer die dynamische Sportlerin bei ihrer letzten Unterrichtsstunde auf dem Dobel aber erlebt hat, der weiß, hier steht eine Frau, die mit Leidenschaft Wissen vermittelt und Fitness sowohl als körperliches als auch geistiges Wohlbefinden versteht.

Ihr Lebenselixier ist der Sport. Die 72-Jährige blickt auf eine lange sportliche Laufbahn zurück. Bereits als Kind hat die in Tschechien Geborene in Pforzheim geturnt und an Wettkämpfen teilgenommen. In der Goldstadt hat sie auch ein Studium der Betriebswirtschaft absolviert und viele Erfolge errungen. 1992 absolvierte sie ihren letzten Gerätewettkampf und beendete damit ihre lange Aktivenkarriere beim Deutschen Turnerbund.

Fortan widmete sie ihr Wissen und Können der sportlichen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Die Trainerlizenz sowie die damit verbundenen Fortbildungseinheiten hatte sie bereits davor bewältigt. Neue Herausforderungen gab es mit dem Umzug auf den Dobel und ihre ersten Gymnastikstunden, die dort 1994 über die Kurverwaltung für Kurgäste angeboten wurden. "Mir wurde klar, dass es viele Menschen gibt, die Schwachstellen haben und für die nicht alle Fitness-Übungen geeignet sind."

Herta Baumruck suchte nach verträglichen Übungen, um einen gesunden Sport anzubieten und fand diese auch. Teilnehmer mit Bewegungseinschränkungen sollen sich bei ihren Stunden wohl fühlen und die Übungseinheiten nutzen können. So bildete sie sich erneut weiter. "Meine Fortbildungen habe ich auf den Bereich Prävention und Reha ausgerichtet", so die Sportlerin, "denn ich hatte schon früh erkannt, dass Sport fasziniert und nur die Gemeinschaft motiviert."

Menschen das Gefühl zu vermitteln, ich kann noch etwas, ist für die Übungsleiterin das wichtigste. Erst konsequentes Training verändert die Gewohnheiten. Immer wieder gibt es begeisterte Teilnehmer, die ihr das bestätigen. Gerührt liest Baumruck einen Abschiedsbrief ihrer Kursteilnehmerinnen vor: "Du hast die Stunden mit so viel Kompetenz aufgebaut und mit Argusaugen darauf geachtet, dass wir die richtigen Muskeln bewegen." Schöner können Lobesworte nicht ausfallen.

Die Montagsgruppe auf dem Dobel umfasst 34 Personen. Im Alter von 50 bis 85 Jahren strömen die bewegungsfreudigen Frauen aus Langenbrand, Schömberg, Schwann, Neusatz, Rotensol, Bad Herrenalb und dem Dobel zum letzen Kurstermin. Baumruck kennt ihre Schützlinge seit vielen Jahren und hat für alle Probleme eine Lösung parat. Kraft für diese Arbeit schöpft sie aus der chinesischen Bewegungslehre Tai-Chi. Seit 13 Jahren fasziniert sie die darin enthaltene Kraft, die sie selbst motiviert.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahm sie nun Abschied von ihrer liebgewonnenen Arbeit als Trainingsleiterin auf dem Dobel. Dadurch hat sie nun Zeit, sich akribisch auf ihr nächstes Ziel vorzubereiten: Eine Reise nach Asien, genau genommen nach Lhadak. Angst vor fremden Menschen und Kulturen hat sie keine: "Man muss die Menschen nur anlächeln, dann lächeln sie zurück."

Ihre Arbeit auf dem Dobel legt sie in bewährte Hände. "Man muss auch jüngeren Kollegen ihre Chance geben", so Baumruck und beglückwünschte Regina Hahn, die ab Januar 2014 die Gruppe auf trainieren wird.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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