Beim FC Holzhausen herrschte nach dem 3:1 gegen Friedrichshafen gute Laune. Mittendrin: Die Brüder Jovan und Vladan Djermanovic, die am Samstag unter anderem im Mittelpunkt standen.
Ein langer Ball von Julio Leitao Gourgel, eine perfekte Mitnahme von Tim Steinhilber und der erfolgreiche Abschluss von Jovan Djermanovic: Gerade einmal eine Minute war in der 2. Halbzeit gespielt, da stellte der FC Holzhausen gegen Friedrichshafen wieder auf einen Zwei-Tore-Vorsprung.
Kurios: Djermanovic hatte vor dem Seitenwechsel noch mit Maske gespielt, war aber ohne diese aus der Pause gekommen und hatte sofort den „Durchblick“. Er erklärte gegenüber unserer Redaktion: „Ich habe schon ein paar Mal mit Maske gespielt, aber am Samstag hat sie gestört. Ich hatte vor dem 1:2 eine Situation, wo ich auf Henry Seeger durchstecken wollte, aber der Ball kam dann zum Gegner. Daher bin ich das Risiko eingegangen, die Nase ist nur angebrochen.“
Doppelte Premiere
Zugezogen hat er sich die Verletzung beim Spiel in Hofherrnweiler. Für den Winter-Neuzugang, der schon in der Vorbereitung fleißig getroffen hatte, war es nun auch das erste Tor in einem Pflichtspiel.
Ein besonderes Spiel war es auch für seinen Bruder Vladan. Dieser wurde zuletzt regelmäßig im offensiven Mittelfeld eingesetzt, agierte aber aufgrund der Verletzungslage sogar im zentralen Mittelfeld – eine Premiere für den 22-Jährigen. „Wir wollten ihre Sechser hinter der ersten Pressinglinie haben und Überzahl herstellen“, begründete Coach Daniel Seemann. Zudem stand mit Nils Schuon nur eine fitte Alternative zur Verfügung, dieser hat aufgrund der Geburt seines Kindes aber noch etwas Trainingsrückstand.
Djermanovic gelang in ungewohnter Rolle zwar nicht alles, präsentierte sich aber wie in den vergangenen Wochen extrem ballsicher und spielfreudig. Beflügelt die Verpflichtung des Bruders? „Ja, schon. Er hat volles Vertrauen in mich. Wenn ich rufe, bekomme auch immer den Ball. Das tut uns beiden gut, wir hatten auch schöne Kombinationen. Ich denke, es war ein verdienter Sieg für uns.“
Auch Steinhilber gut drauf
Und nicht nur die Chemie der Brüder passt, auch sonst wirkt der FCH aktuell sehr gefestigt. Stürmer Tim Steinhilber ist mit zwei Doppelpacks hervorragend aus der Rückrunde gekommen. Jovan Djermanovic lobt: „Er ist bullig und macht die Bälle toll fest. Wir harmonieren vorne sehr gut. Niemand ist egoistisch, jeder legt im richtigen Moment auch die Bälle quer.“
Beim FSV Waiblingen
Dies darf – das werden wohl alle, die es mit dem Tabellenzweiten halten, so sehen– gerne in dieser Form weitergehen. Die nächste Chance gibt es bereits am Freitag in Waiblingen.