Disqualifikationen haben beim Mixed-Wettbewerb im Skispringen für Riesenärger gesorgt. Unser Olympia-Reporter Jochen Klingovsky fordert daher ein Umdenken.
Peking - Wer im Skispringen ganz vorne landen will, muss alles ausreizen. Sprungkraft, Dynamik, mentale Stärke, Technik, Gewicht. Und natürlich das Material. Hier gehen alle Nationen bis an die Grenze des Erlaubten, weshalb das Reglement natürlich auch penibel überwacht werden muss. Soweit ist alles schlüssig. Was sich allerdings beim olympischen Wettbewerb der Mixed-Teams abspielte, entbehrt jeder Logik. Selten dürfte eine Sportart sich selbst mehr geschadet haben.
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Die Winterspiele sind auch fürs Skispringen die größtmögliche Bühne. Dann allerdings ein derartiges Schauspiel abzuziehen, ist unfassbar: Vier Athletinnen, die zwei Tage vorher den Einzelwettbewerb noch anstandslos bestritten hatten, wurden wegen (angeblich) nicht regelkonformer Anzüge disqualifiziert. Das bedeutete nicht nur das Aus für sie selbst, sondern natürlich auch für ihre Teams – zumindest, was den Kampf um die Medaillen anging.
Eine Lösung muss her
Betroffen waren Japan, Österreich, Norwegen und Deutschland. Weil ohnehin nur zehn Mannschaften am Start waren, gewann am Ende Kanada Bronze. Die im Skisprung bestenfalls zweitklassigen Nordamerikaner werden diesen Tag nie vergessen, alle anderen aber auch nicht. Was für eine Farce!
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Um sich nicht vollends der Lächerlichkeit preiszugeben, muss der Ski-Weltverband Fis schnellstens eine Lösung präsentieren, die eine derartige Misswirtschaft beim Messen in Zukunft ausschließt. Passiert dies nicht, wird Skispringen in der Liste der populärsten Wintersportarten seinen Platz auf dem Podest schnell verlieren.