In der Einwohnerfragestunde der Ortschaftsratssitzung meldeten sich mehrere Bürger zu Wort und verschafften ihrem Ärger Luft.
Wolfgang Hess rügte die Stadt für ihr Sparpaket, für das sie ein externes Beraterbüro aus Dresden beauftragt hatte. Von dort komme die Einschätzung, dass der Bauhof Waldmössingen unrentabel sei, weil eine Ortschaft mit 2000 Einwohnern einen solchen nicht brauche.
Dabei wüsste dieses Büro nicht, was die Mitarbeiter des Bauhofes leisteten. „Wenn man für so etwas eine externe Firma braucht, ist das ein Armutszeugnis für die Stadt. „Den Bauhof Waldmössingen in den von Sulgen zu integrieren bringt keine Kostenersparnis“, so Hess überzeugt. Vielmehr sollte sich die Stadt um das Lichtspielhaus, Krankenhaus und Fabrikgebäude Pfaff & Schlauder kümmern. Auf der anderen Seite kaufe sie Blitzer, die sie nicht brauche. „Haben die da aus Dresden auf diese Missstände auch hingewiesen?“, wollte Hess wissen und ergänzte: „Ich sage nur: Wehret den Anfängen. Ich wundere mich, dass unser Schlachthaus in Waldmössingen nicht beim Sparpaket dabei ist“, betonte der Bürger.
Verwaltung wisse was sie habe
Ortsvorsteher Reiner Ullrich hielt entgegen, die Verwaltung wisse schon, was sie am Bauhof habe. Und der Ortschaftsrat wisse das auch. „In manchen Dingen gebe ich ihnen recht. Gutachter arbeiten halt immer nach Kennzahlen und wissen nicht, was vor Ort geleistet wird“, räumte der Ortsvorsteher ein. Lob für die umgestaltete Ortsmitte gab es von einer Bürgerin. Allerdings bemängelte sie, dass Personen, die sich dort aufhielten, stundenlang auf öffentlichen Parkplätzen parkten.
Da die Parkplätze beim Ärztehaus auf zwei Stunden begrenzt seien, habe das zur Folge, dass Leute, die Angehörige im Seniorenzentrum in der Heimbachstraße besuchten und mit ihnen spazieren gingen, auf den privaten Stellplätzen des Gasthauses Rössle parkten. Das könne so nicht hingenommen werden. „Wir Bewohner müssen für unsere Parkplätze, die als privat ausgewiesen seien, Miete bezahlen“, forderte die Bürgerin dazu auf, Maßnahmen zu unternehmen. Ortsvorsteher Ullrich gab der Bürgerin recht, dass die öffentlichen Parkplätze nicht für Dauerparker vorgesehen seien.
Es bestünde eine Stellplatz-Verordnung. „Das Problem ist die Kontrolle“, so Ullrich, der zusicherte, das Problem bei der nächsten Verkehrsschau vorzubringen.