Die Grundschule Mühlheim ist auch im Hauptamt von Sulz Thema. Dessen Leiter Hartmut Walter erklärt, welche Szenarien geprüft werden.
Der Elternbeirat der Mühlheimer Grundschule warnte, die stetig steigenden Schülerzahlen würden zu einem absehbaren Platzmangel führen. Ohne bauliche Maßnahmen drohe der Schule ein struktureller Engpass, so die Befürchtung.
Hauptamtsleiter Hartmut Walter sieht zwar ebenfalls einen Höhepunkt an ABC-Schützen zukommen, betont jedoch auch: „Wir haben seit zwei Jahren rückläufige Geburtenzahlen.“ Diese seien bereits in der Kindergartenplanung berücksichtigt und wirkten sich perspektivisch auch in der Belegung der Grundschulen aus.
Bestandsgebäude mit 112 Jahren
So gehe die Schulentwicklungsplanung 2025/26 von 85 Schülern aus, 2026/27 könnten es 104 Kinder sein – ebenso wie 2027/28. Den Scheitelpunkt sehe man im Schuljahr 2028/29 mit 108 Schülern, während für 2029/30 nur noch 99 Schüler prognostiziert würden.
„Derzeit prüfen wir mehrere Möglichkeiten, um auf die derzeit steigenden Schülerzahlen zu reagieren“, erklärt er. Würde die Grundschule komplett neu gebaut werden, sei pro Kind ein Platz von 2,5 Quadratmetern empfohlen. Bei Bestandsgebäuden treffe diese Richtlinie jedoch nicht zu – und die Mühlheimer Grundschule mit stolzen 112 Jahren zählt nun einmal als ein solches.
Viel in Kitas investiert
Als Empfehlung existiere die Zahl von mindestens zwei Quadratmetern pro Schüler. „Diesen Wert erreichen wir“, stellt Walter klar. Und: „Eine gesetzlich geforderte Quadratmeterzahl pro Schüler gibt es nicht.“
Blicke man auf die aktuelle Kindergartenplanung, sei die Stadt da gut aufgestellt. „Wir haben in den vergangenen Jahren entsprechend reagiert und investiert“, sagt er zum kontinuierlich fortgesetzten Kita-Ausbau und der erfolgreichen Besetzung weiterer Stellen im Erziehungs- und Sozialbereich.
Neue Infos im neuen Jahr
Dass es durch das in Planung befindliche Baugebiet „Etzelsteige“ in Mühlheim sowie die „Hintergärten“ in Renfrizhausen zu einem sprunghaften Zuzug weiterer Familien – und somit auch steigender Kinderzahlen – kommen wird, bezweifelt er. „Neue Wohngebiete würden erfahrungsgemäß nur schrittweise vermarktet und bebaut, erklärt er. Deshalb werde man nicht mit einer „Welle“ rechnen müssen.
Und die zu prüfenden Maßnahmen? „Dabei handelt es sich um Möglichkeiten im Gebäude, am Gebäude und an einem Gebäude in der Nähe“, umreißt Walter die Bandbreite. Festlegen könne man sich jetzt aber noch nicht. Genauere Infos will der Hauptamtsleiter im Januar oder Februar bekanntgeben.