Eine mannshohe, zollernstraßenlange Hecke wie früher ist nicht nötig, findet unser Autor Hardy Kromer.
Zugegeben: Jeder, der das Eingangstor der Villa Eugenia so blank dastehen sieht, wird einsehen, dass es irgendwie angebunden werden muss.
Da braucht es eine kreative Lösung. Eine mannshohe, zollernstraßenlange Hecke wie früher ist dafür aber nicht nötig.
Die Stadt Hechingen würde wohl keine acht Millionen Euro in die Zollernstraße investieren, um am Übergang zum Fürstengarten einfach wieder den Status quo ante herzustellen. Der Eingriff bietet die Chance, alte Zöpfe abzuschneiden, verwelktes Grün in Vergessenheit geraten zu lassen.
Unsere Umfrage in der Nachbarschaft zeigt: Viele Zylinderviertel-Bewohner haben mit dem Heckenschwund nicht nur längst ihren Frieden gemacht, sondern sind regelrecht begeistert von den neuen Perspektiven und Sichtachsen, die sich entlang der heckenbefreiten Zollernstraße ergeben haben.
Und auch das Argument, dass sich Frauen ohne Hecke sicherer fühlen und Fußgänger generell besser gesehen werden, sollte der Gemeinderat bei seiner Entscheidung berücksichtigen.