Tempo 30 gilt neuerdings in der sanierten Zollernstraße. Etliche Anwohner beklagen jedoch, dass sich viel zu wenige Verkehrsteilnehmer daran halten. Foto: Hardy Kromer

Es braucht einen grünen Abstandshalter, findet unser Autor Ernst Klett.

Wie viele Mittagspausen unsereins schon mit einem Spaziergang im Fürstengarten angenehm bereichert hat? Viele, ganz arg viele. Beim Lustwandeln nimmt man meistens auch den Weg vom Weißen Häusle in Richtung Stadtmitte, direkt an der Zollernstraße.

 

Als dort Baustelle war, hat der Zaun mit den Transparenten beinahe gestört: Man sah nicht, wie weit die Herrschaften vom Straßen- und Untergrundbau schon gekommen waren.​

Jetzt aber ist alles anders. Die Straße ist wieder offen, der Zaun ist längst weg – und man hat als Fußgänger ein Unbehagen, das auch nach dem x-ten Gang entlang der Straße nicht weggeht: Zwischen einem selbst und den Autos, Bussen und Lastwagen in zwei Metern Entfernung ist nichts, absolut nichts.

Mulmiges Gefühl

Das bereitet ein mulmiges Gefühl: Was, wenn im entgegenkommenden SUV am Handy gefummelt und deshalb über den Bordstein geschanzt wird?! Tempo 30 hält eh niemand ein.

Die Hecke muss deshalb wieder her. Es braucht einen grünen Abstandshalter.