Die Heizung im Georg A. Brenner Kindergarten ist defekt – der Technische Ausschuss beschließt nun das weitere Vorgehen und diskutiert mögliche Lösungen. Foto: Kupferschmidt

Der Winter steht vor der Tür und die Heizung im Städtischen Kindergarten Georg A. Brenner ist defekt. Der Technische Ausschuss macht sich Gedanken über das weitere Vorgehen. Wie sieht das aus?

Alpirsbach - "Wir brauchen eine schnelle Lösung", sagte Michael Pfaff, Bürgermeister der Gemeinde Alpirsbach während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Diese fand direkt vor Ort statt: in den Räumen des kalten Kindergartens. Für die Stadt sei es wichtig, den Kindergartenbetrieb weiter aufrechtzuhalten, betonte Pfaff. Wohlwissend, dass er noch keine Aussagen über die genauen Kosten treffen könne.

Bis jetzt hat der Kindergarten in einer Kombination von einer Fußbodenheizung und Nachtspeicheröfen geheizt. Beides heizt nicht mehr ausreichend. Bei der Sitzung bildeten sich zwei Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise heraus.

Heizmatten als Vorschlag der Verwaltung

Die erste Möglichkeit hat die Verwaltung vorgeschlagen, diese sieht eine Lofec Flächenheizung vor. Das heißt, dass Heizmatten in den Boden des Kindergartens eingebaut werden. Dafür müsste allerdings der Boden komplett entfernt werden, damit geschliffen und gespachtelt werden kann. Bis zur Sitzung des Technischen Ausschusses lag noch kein Agebot der Firma vor. Schätzungsweise koste diese Lösung 60 000 Euro, so Pfaff.

Der zweite Vorschlag: Es werden erst die Nachtspeicheröfen saniert, beziehungsweise repariert, die noch funktionstüchtig sind – anders als die Fußbodenheizung, die irreparabel sei. Dann schaue man weiter, ob die Wärmeleistung ausreicht, um den Kindergarten zu beheizen.

Kinder spielen auf dem Boden

Ein Mitglied des Ausschusses wandte ein, dass ein Kindergarten nun mal kein Büro sei und sich viel auf dem Boden abspiele. Diese Aussage konnte Kindergartenleiterin Ann-Kathrin Finkbeiner bestätigen. Als die Fußbodenheizung vergangenen Januar ausgefallen sei, sei es im Kindergarten "wirklich kalt" gewesen. Zudem würden verschiedene Altersgruppen in den Kindergarten gehen, weshalb die Erzieher und Kinder oft auf dem Boden sitzen, so die Leiterin.

Karl Rumpf (UBL) sagte, dass die Fußbodenheizung aus seiner Sicht ein "Luxus" sei. Andere Kindergärten hätten auch keine Fußbodenheizung. Von der kurzfristigen Investition in die Matten halte er nichts, das sei nichts von Dauer.

"Keinen schnellen Aktivmus betreiben"

Anderer Meinung war Clemens Steinberger (FWV). Er sei dafür, dass der Kindergarten Georg A. Brenner wieder geschlossen werde und mit dem Städtischen Kindergarten Rötenbach zusammengelegt werde. Auf diese Weise würde man Investitionen sparen. Pfaff entgegnete, dass er jetzt keine Grundsatzdiskussion führen, sondern sich auf das Problem fokussieren wolle.

Hans-Dieter Rehm (UBL) war dafür, dass man die Nachtspeicheröfen so gut es geht aktivere. Es sollte keinen "schneller Aktivismus" für ein Provisorium betrieben werden, das keine Dauerlösung darstelle.

Stadt holt sich Angebot für Nachtspeicheröfen ein

Der Technische Ausschuss stimmte über die nächsten Schritte ab. Der Vorschlag: Die Stadt holt sich Angebote zu den Nachtspeicheröfen ein und in 14 Tagen soll dann erneut abgestimmt werden. Diesen Beschluss fasste der Technische Ausschuss bei fünf Ja-Stimmen und vier Gegenstimmen mehrheitlich.

Das Ergebnis des Beschlusses beschäftigte die Bürger auch noch in der anschließenden Gemeinderatssitzung mit einer Einwohnerfragestunde. Marina Petschl, Elternbeirätin im Kindergarten: "Was machen wir, wenn sich herausstellt, dass die Nachtspeicheröfen es nicht schaffen, ausreichend zu heizen?" Im September habe es 13 Grad im Gruppenraum gehabt und 14 Grad in der Mal-Ecke. Sollte sich zeigen, dass die Raumtemperatur nicht ausreichend sei, werde sich der Technische Ausschuss sofort beraten, sagt Pfaff.

Pfaff will nicht über Vergangenheit sprechen

Eine andere Bürgerin fragte, warum man erst jetzt – Ende Oktober – nach Lösungen suche. Das Problem habe der Kindergarten seit vergangenen Winter, man hätte beispielsweise im Sommer die Heizung reparieren können. Diese Frage könne er nicht konkret beantworten, so Pfaff. Er habe von dem Problem Anfang September erfahren. "Über die Vergangenheit zu sprechen, bringt keine Lösung."