Kein Geld für die Sanierung der Toilettenanlage? Das gefällt Trillfingen nicht.
In der Trillfinger Ortschaftsratssitzung am Mittwoch wurde deutliche Kritik an den Plänen der Stadtverwaltung geäußert.
Zum einen, dass in den Austausch der Fenster in der Owinger Grundschule investiert werden solle, in Trillfingen aber nichts. Zum anderen, dass man von den 6,5 Millionen Euro, die der Bund aus seinem Sondervermögen der Stadt gewährt hat, fünf Millionen Euro in die Sanierung des Schulzentrums stecke und den Sanierungsbedarf an anderen Schulen mehr oder weniger außer Acht lasse.
Ortsvorsteher Horst Henle wählte dafür klare Worte: „Wir haben im Schulhof Toiletten, deren Zustand im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel stinkt.“
Mit heißer Nadel gestrickt
Ralf Heim pflichtete ihm bei: „Wenn wir unsere Grundschule behalten wollen, müssen wir sie für die nächsten Jahre fit machen.“ Man habe überall Schulen und sollten nicht pauschal alles Geld ins Schulzentrum in Haigerloch stecken, so der CDU-Gemeinderat weiter. An diesem Punkt griff Stadtkämmerer Tobias Wannenmacher in die Debatte ein und entschuldigte sich fast. Eine im Januar bei der Haushaltsvorstellung im Gemeinderat präsentierte Vorlage zu besonderen Einzelmaßnahmen und der Verwendung des Sondervermögens sei etwas mit heißer Nadel gestrickt worden und habe den Eindruck erweckt, dass alles Geld in die Ertüchtigung des Haigerlocher Schulzentrums fließe.
Gemeint sind alle Schulen
Dem sei aber nicht so. Tatsächlich heiße der Oberbegriff „Baumaßnahme Schulentwicklungskonzeption“ – und damit, so der Stadtkämmerer, seien allen Schulen gemeint. Tatsächlich sei eine Arbeitsgemeinschaft gegründet worden, welche festlegen soll, welche Schulsanierungsmaßnahmen für 2026 man angehen und priorisieren sollte. Außerdem seien für die Grundschule in Trillfingen 30.000 Euro vorgesehen, allerdings nicht als einzelne Investition, sondern unter dem Sammelbegriff Unterhaltungsmaßnahmen.