Oberbürgermeister Christian Ruf stellte in Feckenhausen gemeinsam mit Tanja Heinze vom Fachbereich den Haushaltsplan für Feckenhausen vor. Und der sorgte für Ernüchterung.
Das „nicht ganz rosige Haushaltsjahr“, wie es Oberbürgermeister Christian Ruf vorsichtig gegenüber den Räten formulierte, wirkt sich auf das Feckenhausener Feuerwehrhaus aus – schon wieder. Seit Jahren hofft die Gemeinde, dass die erheblichen Schäden an der Fassade behoben werden, nun wurde sie erneut vertröstet.
Zwei Millionen Euro stehen für derlei Maßnahmen im laufenden Haushalt zur Verfügung, sagte Ruf, aber die Stadt wäre gezwungen, zu priorisieren. Dabei wären die fehlenden 1,3 Millionen Euro für einen ausgeglichen Haushalt nicht das alleinige Problem. Die Stadt habe gar nicht die personellen Kapazitäten, Aufgaben, über die zwei Millionen Euro hinaus, zu bewältigen.
Ortsvorsteher Mathias Dettlinger bat dennoch um Verständnis. Es fehle im Ort auch an Lagermöglichkeiten. Es sei zu hoffen, dass zumindest andiskutiert werde, ob entweder im Bürgersaal oder Feuerwehrhaus Platz geschaffen werden könne.
Innerörtliche Freiflächen
Darüber hinaus sei Bauland ein für den Ort weiteres wichtiges Thema. Zwei Bauplätze wären jüngst abgegeben worden, jetzt stünden nur noch zwei zur Verfügung. „Unsere Weiterentwicklung funktioniert nur, wenn wir Bauland anbieten können“, betonte Dettlinger. „Wir bekommen das gemeinsam hin“, reagierte Ruf.
Er schätze Feckenhausen sehr, das bislang mit „Maß, Verstand und Ziel“ stets bedacht gehandelt habe „Wir werden die Dinge nach und nach bearbeiten“. Ein besonderes Auge werfe die Stadt in diesem Zusammenhang auf innerörtliche Freiflächen.
Beim vor einigen Jahren angestrebten Versuch Baulücken zu erwerben, hätten sich in der Gesamtstadt geradem mal ein Prozent der Eigentümer als Verkäufer angeboten. Um hier voranzukommen, wolle die Stadt im kommenden Jahr die Grundsteuer C einrichten. Sie wurde im Zusammenhang mit der neuen Grundsteuerreform eingerichtet. Die Grundsteuer C soll den Gemeinden helfen, die Baulandmobilisierung durch steuerliche Maßnahmen zu verbessern.
Ergänzend erläuterte Tanja Heinze, dass schon durch die neue Grundsteuerreform mancher Eigentümer zum Verkauf bewegt werden könne. Anders als in der Vergangenheit würden Eigentümer unbebauter Grundstücke jetzt zur Kasse gebeten.
Das wird investiert
Gleichwohl wird in Feckenhausen auch im kommenden Jahr investiert. Immerhin 45 000 Euro stehen für das Feuerwehrhaus bereit. Allerdings zunächst für einen Gutachter, der die Schäden unter die Lupe nehmen soll. Die Arbeit des Gutachters sei demnächst abgeschlossen, so dass mit der Schadensbehebung im laufenden Jahr, zumindest in der eingestellten Höhe von 45 000 Euro, begonnen werden könnte, informierte Heinze auf Nachfrage unserer Zeitung.
Weitere 20 000 Euro stehen für einen Notausgang im Kindergarten bereit, und mit dem Radweg Richtung Zepfenhan soll ein Lückenschluss hergestellt werden. 150 000 Euro werden dafür auf den Weg gebracht. Maßnahmen der ENRW, Erneuerung der Niederspannung Strom und Erneuerungen der Wasserhauptleitungen umfassen 139 000 Euro.