Der „Fake-Blitzer“ in Frittlingen hat nicht nur im Kreis Rottweil und der Region, sondern im ganzen Land Schlagzeilen gemacht. Darf die Röhre denn nun stehenbleiben? Wir wissen Neues.
Thilo Wenzler aus Frittlingen, kurz hinter der Rottweiler Kreisgrenze, war in den letzten Monaten mit seiner Blitzerattrappe, welche er eines Morgens „plötzlich auf seinem Grundstück entdeckte“, wie er sagt, bundesweit in die Schlagzeilen geraten.
Nachdem er von der Polizei aufgefordert worden war, die Installation unkenntlich zu machen, verpackte er diese zwischenzeitlich in Folie - was sich in der Straße sofort bemerkbar machte: „Solange der Blitzer zu erkennen war, hielten sich die Autofahrer strikt an die Richtgeschwindigkeit. Jetzt wo er abgedeckt ist, wird halt wieder gerast“ zog Wenzler Bilanz.
Mittlerweile ist das ziemlich realistische Gebilde aus Plastikrohren, Klebeband und leeren Gurkengläsern allerdings seit gut einer Woche wieder am Straßenrand sichtbar, mit sofort deutlich spürbaren Effekten im Straßenverkehr. Die Sache werde nicht weiter strafrechtlich verfolgt, berichtet Thilo Wenzler auf Nachfrage von der neusten Entwicklung.
Jetzt erfüllt er wieder seinen Zweck
Weder Gemeinde noch Polizei oder Amt stünden dem Fake-Blitzer im Weg, sagt er. „Also bleibt er natürlich stehen. Der Verkehr hat sich schließlich seit der Enthüllung wieder für alle Anwohner angenehm verändert“, erklärt Wenzler.
So hat die seltsame Geschichte um Deutschlands meistbeachtete Blitzerattrappe wohl ein vorläufig zufriedenstellendes Ende für die Anwohner der Frittlinger Bahnhofstraße gefunden. Zumindest solange sich niemand beschwere, werde die Konstruktion jetzt stehen bleiben und ihren Zweck weiter erfüllen – da ist sich Thilo Wenzler sicher.