Die weitere Entwicklung soll beobachtet werden. Foto: Alexandra Günzschel

Das Dorfgemeinschaftshaus in Hägelberg erhält keine neuen Fenster. Die CDU hatte darauf gedrängt.

Keinen Erfolg hatte die CDU-Fraktion mit ihrem im Februar gestellten Antrag auf unverzügliche Sanierung der verwitterten Fenster am Dorfgemeinschaftshaus Hägelberg.

 

Die CDU argumentierte damit, dass es sich bei dem Gebäude um die neuste Mehrzweckhalle der Gemeinde handele und sah die Maßnahme als dringend erforderlich an, um Folgeschäden zu vermeiden. Hier seien Fenster verbaut worden, die weder vor Witterung geschützt sind, noch ihr standhalten könnten, so die Kritik.

Die Rede war von teilweise komplett verwitterten Fensterrahmen und mit bloßem Auge erkennbaren Spalten bei den Dichtungen der Fenster. Dies, so hieß es in dem CDU-Antrag, sei auch im Hinblick auf die Isolation und die Heizkosten problematisch zu sehen. Im Grundsatz war diese Sichtweise unstrittig, wurde von der Verwaltung jedoch als weniger dramatisch bewertet.

Beobachten und gegensteuern

Die Holzfenster, so hieß es in der Beschlussvorlage, seien insgesamt noch in einem guten Zustand. „Anstelle eines Austauschs wurden sie fachgerecht überarbeitet und neu gestrichen.“ Dadurch, so hieß es, sei auch die Schutzfunktion der Beschichtung wieder hergestellt worden. Die weitere Entwicklung, so der Verwaltungsvorschlag, soll nun beobachtet werden, um gegebenenfalls gegensteuern zu können.

Die Fluchttüren wiederum werden in diesem Jahr ohnehin turnusmäßig gewartet und neu eingestellt, wurde weiter mitgeteilt. Auch dadurch sollen bestehende Undichtigkeiten beseitigt werden.

Kritik an ungeschützten Holzfenstern

Mit diesem Kompromissvorschlag erklärten sich schließlich alle Ratsmitglieder einverstanden. Dennoch gab es bei der Aussprache Kritik an den Holzfenstern, die nicht durch einen Dachvorsprung geschützt seien. „Alufenster wären eigentlich besser gewesen“, hieß es. Offenbar war eine Fördervorgabe des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) maßgebend für diese Entscheidung, wie beim Austausch zu erfahren war.

Die Frage, ob dies keine ungerechtfertigte Bevorzugung gegenüber anderen Mehrzweckhallen sei, spielte diesmal nur eine untergeordnete Rolle bei der Diskussion. Irgendwo müsse man ja anfangen, hieß es stattdessen.