Die Stadt bekommt ihren Kultclub zurück. Derzeit laufen noch letzte Arbeiten an der alternativen Diskothek. Am 29. März soll sie für die Feierwütigen wieder öffnen.
Neuer Name, frisches Konzept, aber die gleiche Leidenschaft für Rock und Metal: Wo einst das Delta als Anlaufstelle für alternative Musikfans diente, öffnet nun das Omega seine Türen.
„Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Urs Fischbach, einer der Betreiber. „Es sieht zwar noch nach Baustelle aus, aber das sind nur noch Aufräumarbeiten.“ Die Böden und Fliesen sind fast fertig, Licht- und Tonsystem wurden aufgerüstet, und auch die gastronomische Infrastruktur ist jetzt auf modernstem Niveau. „Es läuft alles nach Plan“, auch wenn die letzten drei Wochen immer besonders stressig seien. „Wir können es kaum erwarten, endlich loszulegen und die ersten Gäste zu empfangen.“
Mehr als ein Club
Das Delta war ein Ort, an dem unzählige legendäre Nächte gefeiert wurden. Das Omega will dort anknüpfen – und noch mehr bieten. „Wir bleiben unserer Linie treu, aber das Omega soll mehr sein als nur ein Club“, erklärt Fischbach.
Neben den klassischen Rock- und Metal-Abenden soll die Örtlichkeit auch als vielseitige Stätte für Veranstaltungen, Wintergarten-Café und Biergarten genutzt werden. Am Samstag, 22. März, beginnt das so genannte Soft-Opening, das exklusiv für Vereine, Partner und Unterstützer gedacht ist. Eine Woche später, am 29. März, ist die offizielle Eröffnung mit Eintritt. Für beide Veranstaltungen gibt es die Möglichkeit der Onlineanmeldung über www.omega-liveclub.de. „Rock und Metal stehen im Mittelpunkt, das war immer unser Herzstück“, sagt Fischbach. Das Omega werde die Tradition fortführen und neue Akzente setzen.
Julian Hischmann im Team
Für die Betriebsleitung hat das Team mit Julian Hischmann einen erfahrenen Mann gewonnen. „Julian ist in der Donaueschinger Gastronomie-Szene kein Unbekannter, und wir wussten sofort, dass er perfekt zu uns passt“, sagt Fischbach. Hischmann selbst freut sich auf den Start: „Das Omega ist eine einmalige Chance. Wir haben eine Location, die unglaublich viel Potenzial bietet.“ Er sei ein echter Volltreffer, ergänzt Fischbach – nicht nur gastronomisch, sondern auch menschlich. Hischmann hatte zuletzt an der Karlstraße eine Bar betrieben, die sich auf außergewöhnliche Cocktails konzentrierte.
Alles auf neuem Niveau
Das neue Omega wurde von Grund auf modernisiert. „Wir haben in Licht, Ton und die komplette Ausstattung investiert“, so Fischbach. Neue Schanktechnik, ein größeres Kühlsystem, ein frisches Interieur – alles wurde auf ein neues Niveau gebracht. „Wir wollten nicht einfach nur aufmachen, sondern etwas schaffen, das Bestand hat.“
Biergarten mit Bühne
Auch der Biergarten soll eine besondere Rolle spielen, sogar mit eigener Bühne für kleinere Konzerte. „Wir sind natürlich aufgeregt, aber wir freuen uns riesig auf das, was kommt“, sagt Fischbach. „Nach all den Monaten der Vorbereitung wird es Zeit, dass hier wieder Leben einkehrt.“
Der Vorverkauf für die Party am 29. März läuft hervorragend, bereits mehr als die Hälfte der Karten ist weg. Die Nachfrage zeigt, dass die Fans den Club vermisst haben. Trotz der Hektik in den vergangenen Wochen bleibt das Team entspannt. Fischbach hat sich vor dem Start noch eine Auszeit in Thailand genommen, sein Geschäftspartner ist derzeit in Australien. „Wir haben nochmal Energie getankt – und jetzt geht es richtig los.“
Das sind die Macher
Zwei echte Fans
Urs Fischbach kommt ursprünglich aus der Schweiz, hat aber viele Jahre in Furtwangen gelebt, später in Donaueschingen, „wegen des Deltas“, wie er sagt. Fünf Jahre lang hat er dort auch gearbeitet. Vor wenigen Jahren hat er den Michelhof in Linach übernommen und zu einem erfolgreichen Campingplatz und Veranstaltungsort ausgebaut. Tobias Deusch kommt aus Donaueschingen. Er sagt, er sei ein „Delta-Kind“, und war viele Jahre Stammgast. Deusch ist Vorstand und Geschäftsführer der Firma Aquatec in Pfohren.
Delta
nannte sich die 1993 gegründete Diskothek mit alternativem Einschlag. An der Raiffeisenstraße gelegen, befand sich der Omega-Vorgänger in direkter Nachbarschaft zum Okay. Nach langen Jahren, in der Oliver Ludwig das Delta führte, musste das Delta nach dem letzten Pächterwechsel Ende 2024 schließen.