Gauselfingen bekommt einen neuen Treffpunkt und Geschicklichkeitsparcours. Im Moment wird auf dem Weg zum Schafhaus hoch ein Pumptrack gebaut, beziehungsweise ein Dirtpark. Wir waren vor Ort und haben uns die Baustelle angesehen.
Auf dem Feldweg hoch zum Schafhaus, direkt neben dem Grüngutplatz, sind mehrere Erdberge angehäuft, als hätten sich riesige Maulwürfe durch das Gelände gegraben.
Ein Bagger steht dabei, Reifenspuren zeichnen sich im Erdreich ab. Zwei Schilder erklären, was hier geschieht: An dieser Stelle entsteht seit September diesen Jahres der neue Pumptrack, beziehungsweise „Dirtpark“ Gauselfingen.
Mit Mountainbike, BMX-Bike oder Dirtbike
Ist der einmal fertig gestellt, werden hier Mountainbiker fahren. Dann sind mehrere Hügel angelegt, auf denen die Sportler mit dem eigenen Schwung in die Luft springen, vielleicht das eine oder andere Kunststück ausprobieren und auf kurvigen und steilen Strecken ihr Können mit dem Mountainbike, BMX-Bike oder dem Dirtbike erproben.
BMX-Bikes sind kleine Fahrräder für Kunststücke, von der Größe von Kinderfahrrädern. Dirtbikes sind robuste Fahrräder, die im Gegensatz zu Mountainbikes eher für Kunststücke und Tricks ausgelegt. An der ein oder anderen Stelle an der Baustelle zeichnet sich schon sichtbar ab, wofür die Hügel später genutzt werden.
Etwa 10 Ar ist der Pumptrack groß, also 1000 Quadratmeter. Für das Projekt gab’s Geld von der EU. Bezuschusst wird der Bau durch das europaweite „Leader“-Programm mit 16 000 Euro. Mit dem Leader-Programm werden regionale Projekte im ländlichen Raum unterstützt.
Treffpunkt für Jugendliche und Geschicklichkeitstest
„Der Pumptrack dient als Treffpunkt insbesondere für Jugendliche, an dem das Einschätzen der Geschicklichkeit und das Ausloten der eigenen Grenzen in einem sicheren Umfeld erlebt werden kann“, beschreibt der „Leader“-Beirat das Projekt in Gauselfingen, das er im März diesen Jahres zur Förderung ausgewählt hat. Insgesamt hatten sich 57 Projekte für die Förderung beworben, gefördert wurden nur 20.
Ein Pumptrack ist ein hügeliger, künstlich angelegter Radparcours – der kann aber auch befestigt sein. Beim „Dirtpark“, zu Deutsch „Schmutzpark“ hingegen ist der Name Programm: Der ist nämlich niemals asphaltiert. Für gewöhnlich besteht er aus getrockneter Erde und festem Lehm. Im Moment ist hier allerdings noch nichts trocken: Nach Regen ist der Bereich schlammig.
Auf Anwohner müssen die Jugendlichen keine Rücksicht nehmen, das Gebiet ist abgelegen. Nur wenige Meter weiter befindet sich der Wanderparkplatz am Schafhaus. Die Mountainbiker haben auf dem neuen Platz nur den Wald und den Grüngutplatz als Nachbarn.
Allerdings: Zum Dirtpark geht es von Gauselfingen aus erst einmal steil nach oben. 63 Höhenmeter gibt Google Maps zwischen der Ortsmitte und dem Dirtpark aus.