Dirk Rohde hört am Saisonende in Pforzheim auf. Foto: Rubner

Armin Redzepagic sollte bis Saisonende Trainer in Pforzheim sein, doch dann wurde der Calwer entlassen, weil Dirk Rohde den Job früher antreten wollte. Der tritt jetzt zurück.

Der 1. CfR Pforzheim ist erneut auf Trainersuche, nachdem Dirk Rohde überraschend seinen Rücktritt zum Saisonende bekanntgegeben hat. Der Fußball-Oberligist wird damit nun seinen vierten Coach innerhalb eines Jahres bekommen.

 

Im November hatte Thomas Herbst beim 1. CfR Pforzheim hingeschmissen. Er sollte eigentlich ohnehin nur bis zum Saisonende Trainer bleiben, da man mit Dirk Rohde bereits einen Nachfolger gefunden hatte. Herbst, der inzwischen beim SSV Reutlingen ist, hatte nach der 1:4-Niederlage gegen den Karlsruher SC II aber genug.

Drei Unentschieden

Bis Rohde im Sommer übernehmen sollte, verpflichtet der 1. CfR Pforzheim Armin Redzepagic für die restlichen sechs Monate bis Saisonende. Der Calwer, der zuvor sieben Jahre lang den VfL Nagold trainiert und mit ihm zweimal in die Verbandsliga aufgestiegen war, musste jedoch nach drei Unentschieden in drei Niederlagen gehen. Offizielle Begründung: Rohde hat doch schon früher Zeit, Trainer in Pforzheim zu werden.

Nun hört Rohde am Saisonende auf – weil er aus beruflichen Gründen keine Zeit mehr habe, Trainer eines Oberligisten zu sein. „Als sich bei Dirk Rohde in den letzten Wochen sowohl im familiären als auch im beruflichen Umfeld unvorhersehbare Änderungen ergeben haben, sieht sich der 34-jährige nicht mehr in der Lage, sein Amt auszuüben“, heißt es dazu vom 1. CfR Pforzheim.

Rohde lebt in Trennung

Rohde selbst, der in elf Spielen 22 Punkte geholt und nur ein Spiel verloren hat, sagt über seinen Abgang: „Ich habe hier sehr schöne drei Monate erlebt. Von den Verantwortlichen wurde ich von Anfang an sehr gut aufgenommen. Diese Entscheidung nun wurde von mir getroffen aus zwei Gründen: Zum einen lebe ich in Trennung und habe zwei Kinder, die ich jedes zweite Wochenende sehe. Und es haben sich Änderungen in meinem Beruf ergeben, die mein Engagement als Trainer erheblich einschränken. Deshalb habe ich diese Entscheidung jetzt so getroffen. Unter dem Strich bleiben aber sehr gute Wochen. Ich muss jetzt meine Sachen in Ordnung bringen und wieder in einen guten Rhythmus kommen. Dann sehen wir weiter. Sicherlich wird es ein Wiedersehen geben.“