Tablets für die Schulen: Der Gemeinderat gibt grünes Licht. Foto: Gollnow

Wie schon in der jüngsten Ratssitzung angekündigt, hat das Winterlinger Gemeindeparlament "nachsitzen" müssen. Allerdings nicht physisch – die Themen waren unstrittig; eine Debette erübrigte sich.

Winterlingen - Der Winterlinger Gemeinderat hat im Rahmen einer elektronischen Zusatzsitzung zwei digitale Umlaufbeschlüsse gefasst. Im ersten, für den die Widerspruchsfrist bereits am Mittwochmittag endete, gaben sie 17.706 Euro aus dem Förderprogramm "Zukunftsland Baden-Württemberg – Stärker aus der Krise" des Landes frei. Das Geld ist für die Bewältigung der Folgen von Corona an den Schulen bestimmt; die Realschule Winterlingen erhält 7600 Euro, die Grundschule Winterlingen 5679 Euro und die Grundschule Harthausen 4427 Euro. Anders als bei den gängigen Fördermaßnahmen des Landes muss die Gemeinde keinen Eigenanteil aufbringen.

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Was sie mit dem Geld machen, das dürfen die drei Schulen selbst entscheiden. Die Vorgaben des Landes für die Verwendung sind recht weit gefasst; theoretisch geht viel: Die Digitalisierung des Unterrichts kann durch die Anschaffung von Hardware ebenso forciert werden wie durch den Erwerb von Softwarelizenzen; es können aber auch Raumluftfilter angeschafft werden. Allerdings haben die drei Schulleitungen bereits signalisiert, dass sie daran kein Interesse haben. Sie geben Tablets, einem Beamer und Office-Paketen den Vorzug; mit dem nun gefassten Ratsbeschluss hat die Gemeindeverwaltung die Lizenz zum Einkaufen.

Eine noch größere Summe, nämlich 19.715 Euro, wird der Gemeinde im Rahmen des "Digital-Pakts Schule" zur Verfügung gestellt, um damit Tablets anzuschaffen, welche die Schulen an ihre Lehrkräfte ausleihen können.

90 Prozent des Betrags kommen vom Bund, zehn Prozent vom Land, das auch hier darauf verzichtet, die Kommunen zur Kasse zu bitten. Anders als die Zuwendung aus dem Programm "Zukunftsland" muss dieser Zuschuss nicht "schulscharf" aufgeteilt werden.

41 Geräte werden an Lehrkräfte verliehen

Die Gemeinde hat die Schulen gefragt, wie viele Tablets sie brauchen und wird nun 41 Geräte anschaffen – 23 bekommt die Realschule, zehn die Grundschule in Winterlingen und acht die in Harthausen. Von den drei Firmen, die von der Verwaltung um ein Angebot ersucht wurden, hat die Firma Cancom das günstigste vorgelegt; der Angebotspreis beträgt 20.325 Euro.

Die Widerspruchsfrist für den Ratsbeschluss lief am Donnerstagmorgen ab; sowohl er als auch der Beschluss vom Mittwoch wurden einstimmig gefasst.

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