In Sachen Digitalisierung und Sicherheit liegt man in Rottweil mit der „Point ID“ auf einer guten Linie.
Wie die Einführung der neuen „Point ID“ und die Digitalisierung der Verwaltung vonstatten geht, konnte der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais im Rottweiler Bürgerbüro erfahren. Dort traf er sich mit Abteilungsleiter Daniel Angst und Digitalisierungskoordinator Dominik Pfanner.
„Mit der Point ID wird die Pass- und Personalausweisbeantragung sicherer“, erklärte Abteilungsleiter Angst. Point ID ermögliche es, biometrische Passbilder direkt im Bürgerbüro zu erfassen. Ein Grund für die Einrichtung der Point ID sei der Schutz vor Manipulationen, insbesondere sogenanntem Morphing. Beim Morphing werden die Fotos zweier Menschen zu einem Bild verschmolzen.
Nutzerfreundlich und sicher
Ist ein Passbild auf diese Weise manipuliert, ermöglicht es neben dem Passinhaber weiteren Personen, deren Gesichtszüge im Foto enthalten sind, den Pass zu nutzen. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, sagt: „Die Point ID erschwert den Identitätsdiebstahl. Die Technologie ist deshalb sinnvoll. Wichtig ist jedoch, dass jeder selbst entscheiden kann, ob das Foto vom Fotografen oder vom Automaten kommt“.
Entscheidend sei, dass Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit gewährleistet seien. Nach ersten Wartungsarbeiten funktioniere das System aber nun sehr verlässlich, wie Abteilungsleiter Angst betont. Die Bürger können dabei selbst entscheiden, ob sie das Foto im Bürgerbüro aufnehmen lassen oder wie bisher ein Bild beim Fotografen machen lassen. Letztere könne das Bild dann digital übermitteln, so dass Manipulationen ausgeschlossen sind.
Digitalisierung vorantreiben
Auch die Digitalisierung der Verwaltung insgesamt stand bei dem Gespräch im Fokus. Digitalisierungskoordinator Pfanner betonte, wie wichtig die Auswahl geeigneter Dienstleister sei: „Ein schlechtes Produkt bedeutet Mehrarbeit für die Mitarbeitenden und Frust bei den Bürgern“. Digitalisierung sei nur dann ein Fortschritt, wenn die Lösungen für alle auch funktionieren. Als positives Beispiel nannte er die bereits digitalisierte Abwicklung von Ausländerangelegenheiten.
Karrais, digitalpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag, pflichtete bei: „Wir müssen die Digitalisierung konsequent vorantreiben, denn in den Verwaltungen wird künftig jede fünfte Stelle fehlen“. Nur mit funktionierenden digitalen Abläufen könne diese Lücke geschlossen werden. Gerade deshalb sei es ihm wichtig, vor Ort nachzuhorchen, welche Anwendungen im Alltag funktionieren.