Freuen sich über viele Schnitzeljagd-Teilnehmer am Wochenende (von links): Thomas Kreidler, Korbinian Much, Stefanie Wagner und Miguel Johnson. Foto: Lück

Stefanie Wagner vom Digital Hub hat die neue High-Tech Schnitzeljagd mit ihren Kindern schon ausprobiert: "Meine beiden hatten einen Heiden-Spaß in der Kernstadt!" Samstag und Sonntag können alle Horber mit ihrem Android-Smartphone den "Schatz des Raubritters" suchen. Eine Innovation, die beim großen Stadtfest Weltpremiere feiert. Korbinian Much aus Haigerloch hat die digitale Schnitzeljagd entwickelt – mit Hilfe des Digital Hub.

Horb - Der Gründer: "Mir geht es darum, mit der Horber Schnitzeljagd zu zeigen, welches Potenzial die neue App Voiceblitz hat. Ich habe die Texte selbst besprochen und werde die Teilnehmer in der Konditorei Steiner begrüßen. Da gibt es ein Eis als Belohnung. Dabei sammle ich Spenden für das örtliche Tierheim vom allgemeinen Tierhilfsdienst!" Großartig. Doch wie funktioniert die digitale Schnitzeljagd?

Korbinian Much: "Man kann sich die App Horber Schnitzeljagd im Googleplay-Store oder auf unserer Homepage voiceblitz.tech herunterladen. Per Zufallsgenerator wird bestimmt, wo der jeweilige Spieler anfangen darf. Wenn er an der richtigen Stelle ist, die auf dem Bild in der App angezeigt wird, bekommt er ein Rätsel. Die Lösung spricht er in die App. Wenn es richtig ist, gibt es das nächste Bilderrätsel, was er finden muss. Am Ziel gibt es dann Eis. Und unter allen Teilnehmern werden Zehn-Euro-City-Gutscheine verlost."

"Voiceblitz" im Frühjahr 2019 erfunden

Für City-Manager Thomas Kreidler eine perfekte Ergänzung: "Die App – wie man auch an Stefanie Wagner sieht – führt dazu, dass sich die Menschen durch die Stadt bewegen. Das unterstützt natürlich das Bummeln durch die Stadt am verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr."

Für Miguel Johnson, neuer Projektleiter im Digital Hub, ist die digitale Schnitzeljagd die "Weltpremiere einer einzigartigen Technologieplattform".

Much und sein Partner Nikolai Wahn haben die App "Voiceblitz" im Frühjahr 2019 erfunden: "Unser Ziel war eine sprachgesteuerte interaktive Plattform. Eigentlich wollten wir auf Amazons Alexa setzen. Doch damit waren wir nicht zufrieden. Weil die nur linear funktioniert – von einem Zweig in den nächsten. Und weil alle Daten auf fremden Servern landen und dort verarbeitet werden."

Deshalb haben die beiden Voiceblitz ganz anders aufgebaut: Die App funktioniert komplett offline. Alles, was an Inhalten draufgespielt wird, bleibt auf dem Smartphone. Gut für den Datenschutz und die Daten-Sicherheit für Unternehmen.

Strecke geht durch die historische Kernstadt

Korbinian erklärt: "Wir sind an eine Art Handbuch für Speditionen. Die haben oft ausländische Lkw-Fahrer. Um die beispielsweise am Abladeort zu leiten, wie was geht, können sie beispielsweise auf polnisch anfragen. Die App zeigt dann ein Erklärvideo in ihrer Landessprache. Der Spediteur kann seine Texte aber auf Deutsch einsprechen lassen. Den Rest erledigt die App."

Auch Brandsimulationen hat Voiceblitz schon ausprobiert. Miguel Johnson: "Das Smartphone schildert dir die Situation und stellt dir Fragen. Doch es gibt keine Antworten. Die muss man selbst finden. Das haben wir schon ausprobiert – mit hervorragendem Lerneffekt. Denn das Audio setzt die Teilnehmer richtig unter Druck."

Und so hoffen Miguel Johnson, der mit seinem Digital Hub das Start-Up des Haigerlochers unterstützt, von der ersten Horber digitalen Schnitzeljagd neue Erkenntnisse für Verbesserungen. Much: "Ich werde Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr an der Konditorei Steiner sein (ehemals Eisdiele Dolada) und bin gespannt auf die Rückmeldungen!"

Kann ich meine Kinder alleine mit dem Smartphone auf die digitale Schnitzeljagd schicken? Test-Mutter Stefanie Wagner: "Die Strecke geht durch die historische Kernstadt. Bei Verkehrsanfängern wie bei meiner sechsjährigen würde ich noch mitlaufen."