In der Bergwerkstadt gibt es ab dem 1. Juni die Neubulach-Card samt App. Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und andere Gewerbetreibende können mitmachen.
Der Neubulach-Gutschein versprach bisher Einkaufsvergnügen in vielen Geschäften in der Bergwerkstadt. Nun geht diese neue, digitale Wege: Die Neubulach-Card mitsamt der passenden App sollen die bisherigen Gutscheine in Papierform ersetzen. Los geht’s am 1. Juni.
Auftakt Ein kleiner Auftakt fand kürzlich bei einer Kick-off-Veranstaltung statt, an der laut Stadtverwaltung zahlreiche interessierte Händler, Gewerbetreibende und weitere Neubulacher Arbeitgeber teilnahmen. Denn auch sie können die neue Karte nutzen.
„Der Wunsch nach einer digitalen Lösung für unseren bisherigen Neubulach-Gutschein bestand schon länger“, berichtet Hauptamtsleiterin Susan Mäder. „So wurden verschiedene System im Vorfeld geprüft.“ Am Ende entschied sich die Stadt, mit der Trolleymaker GmbH aus Karlsruhe zusammenzuarbeiten.
Ziel: die lokale Kaufkraft zu binden
Funktionen Die neue Card ist mehr als nur eine wiederaufladbare Gutscheinkarte: Die Stadtverwaltung nennt sie in einer Mitteilung ein „multifunktionales Instrument“, „das die lokale Kaufkraft binden und die Identifikation mit der Stadt stärken soll“. So können Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und weitere Gewerbetreibende sie für eigene Bonusprogramme nutzen.
Extra Darüber hinaus können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern pro Monat bis zu 50 Euro als steuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezug gewähren, etwa als zusätzliche Anerkennung. Laden sie dieses Geld als Guthaben auf die Karte, wird es in teilnehmenden Geschäften in Neubulach ausgegeben und bleibt gewissermaßen in der Stadt – „damit wird die Wirtschaft und der Einzelhandel in Neubulach unterstützt“.
App bietet einige Extras
App Ergänzend zur Karte gibt es eine App, erklärt Mäder. Die Neubulach-Card könne zwar genutzt werden: „Allerdings wird empfohlen, sich und die Karte in der App zu registrieren“, erläutert die Hauptamtsleiterin. Wer etwa seine Karte verliert, kann sie so leicht sperren und das Guthaben übertragen lassen.
Außerdem bietet das Anwendungsprogramm einen Überblick über das aktuelle Guthaben, alle teilnehmenden Händler und Co. – in Neubulach ist die Rede von „Akzeptanzpartnern“ –, über Öffnungszeiten und Bonusprogramme.
Noch befindet sich die App im Aufbau. Ist sie fertig, wird sie im Play Store oder im Apple-Store als „Neubulach-Card“ zu finden sein.
Partner Die Karte startet am 1. Juni und ist dann im Bürgerbüro sowie bei den Akzeptanzpartnern erhältlich. Welche das sind? Noch können sich interessierte Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und andere Gewerbetreibende melden. Auf der Internetseite www.neubulachcard.de finden sich alle Infos sowie die Möglichkeit zur Registrierung als Akzeptanzpartner oder Arbeitgeber. „Derzeit läuft die Akquise, die aber schon sehr gut angenommen wird“, berichtet Susan Mäder.
Gültigkeit Die Papier-Gutscheine, die noch bis zum 31. Mai ausgegeben werden, verlieren mit der neuen Karte übrigens nicht ihre Gültigkeit: Sie können laut der Hauptamtsleiterin noch bis 31. Dezember 2028 bei allen teilnehmenden Kooperationspartnern eingelöst werden.
Kosten Rund 40 000 Euro kostet die Einführung der Neubulach-Card. Susan Mäder erklärt: „ Die Umsetzung des digitalen Gutscheins ist nur möglich, weil wir vom Land Baden-Württemberg aus dem Förderprogramm ,Sofortprogramm Einzelhandel/Innenstadt’ einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der Ausgaben erhalten.“