Steffi Schmid spielte mit Carl Zeiss Jena in dieser Saison unter anderem im Volksparkstadion des HSV. Die Hamburger sind nach der Länderspielpause auch der nächste Gegner. Foto: Eibner-Pressefoto

Die Dietingerin Steffi Schmid erlebte in der Frauen-Bundesliga einen bitteren Spieltag: Gegenüber unserer Redaktion äußert sie sich aber positiv über ihren Wechsel zu Carl Zeiss Jena.

Niederlagen gehören dazu, im Sport gleichermaßen wie im Leben. Für Steffi Schmid und ihre Teamkolleginnen bei Carl Zeiss Jena gab es am Wochenende eine der besonders bitteren Sorte: Beim 1. FC Nürnberg – ebenfalls im unteren Drittel der Tabelle beheimatet – setzte es ein 1:5. Außerdem blieb Schmid erst zum dritten Mal in dieser Saison über die 90 Minuten komplett auf der Bank.

 

So benutzt sie gegenüber unserer Redaktion im Bezug auf das vergangene Woche treffend das Wort mit den Anfangsbuchstaben „Sch“. Schmid erklärt: „Das war schon sehr hart. Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt. Wenn du in einem ’6-Punkte-Spiel’ zur Halbzeit 0:4 hinten bist, ist das fatal. Die Tabellensituation ist nun umso schwieriger.“

Schöne Tage in der Heimat

Mit diesem Ergebnis und dem letzten Platz im Gepäck ging es auch in die aktuelle Länderspielpause. Die 20-Jährige nutzte diese Zeit für einen Heimatbesuch und schwärmt: „Uns tut die Pause sicher gut, alle waren am Boden. Es war sehr schön, mal wieder daheim zu sein. Die Entfernung ist ja recht groß, da schätzt man die gemeinsame Zeit umso mehr. Natürlich reden wir dann auch über Fußball, aber man kann auch mal abschalten.“

Zumal es dann in der folgenden Woche richtig wichtig wird: Zunächst empfängt Carl Zeiss im Viertelfinale des DFB-Pokals den Zweitligisten SC Sand und hat somit eine reelle Chance auf den Einzug ins Halbfinale. Vier Tage später kommt der Hamburger SV – aktuell Drittletzter – nach Jena. „Man muss immer positiv denken. Mit einem Sieg sind wir im Abstiegskampf wieder voll da. Der Pokal ist natürlich cool, aber wenn ich wählen dürfte, würde ich den Klassenerhalt nehmen“, so Schmid.

Diese ist insgesamt zufrieden mit ihrem Schritt, sich im Sommer dem Team anzuschließen. Fast 1300 Spielminuten hat sie in dieser Saison schon gesammelt und wird in der Abwehr viel eingesetzt. Sie sagt: „Über meine Einsatzzeit bin ich glücklich. Es ist natürlich eine andere Infrastruktur als in Leipzig, aber ich fühle mich wohl, und man macht das Beste aus den Gegebenheiten.“

Ein 0:0 gegen den FC Bayern München

Die Dietingerin erlebte schon einige Highlights in dieser Spielzeit: Ihr Startelfdebüt gab sie im Spiel beim VfL Wolfsburg, gleich zwei Mal wurde bei Union Berlin an der Alten Försterei gewonnen und zudem am 3. Spieltag ein 0:0 beim FC Bayern erkämpft. Schmid gibt schmunzelnd zu: „Keiner weiß, wie wir das geschafft haben. Da hatten wir auch das nötige Glück. Im Rückspiel haben sie uns dann 6:0 geschlagen, da kam man sich vor wie beim ’Schweinchen in der Mitte’. Wir waren kaum am Ball.“

Jene Momente, ob positiv oder negativ, will sie als junge Spielerin einfach aufsaugen. Einige Gelegenheiten wird es in dieser Saison noch gehen. „Und dann wird man sehen, was für Türen aufgehen“, betont Schmid.