Pfarrer Hans Schlenker segnet das renovierte Gößlinger Pfarrhaus. Fotos: Bischof Foto: Schwarzwälder-Bote

Pfarrhaus in Gößlingen nach umfangreicher Renovierung gesegnet / Bereit für Jugend- und Erwachsenenarbeit

Dietingen-Gößlingen. Nach sieben Monaten Bauzeit wurde das Pfarrhaus in Gößlingen nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wieder eingeweiht.

Im Anschluss an einen gemeinsamen Gottesdienst der Seelsorgeeinheit Dietingen in der Peter-und-Paul-Kirche in Gößlingen segnete Gemeindepfarrer Hans Schlenker das Haus. Die Gäste aus der Seelsorgeeinheit und darüber hin­aus konnten das Haus im Rahmen eines Tages der offenen Tür besichtigen. Beim Stehempfang vor dem Pfarrhaus spielte der Musikverein Gößlingen zu einem Platzkonzert auf.

Der Gottesdienst und auch eine abschließende meditative Stunde am Abend wurde vom Ensemble Vocalissimo aus Albstadt feierlich gestaltet. Beim gemeinsamen Gottesdienst betonte Pfarrer Schlenker die Bedeutung von kirchlichen Gebäuden als Orte des Glaubens und ging auf die besondere Lage des Gößlinger Pfarrhauses in nächster Nähe zur Kirche ein.

Der leitende Architekt, Stefan Blum aus St. Peter, berichtete von der anspruchsvollen Aufgabe, die notwendigen Umbaumaßnahmen und die Anforderungen des Brandschutzes möglichst verträglich in dem 1741 erbauten Pfarrhaus umzusetzen. Sein Dank galt besonders den beteiligten Handwerkern, die eine äußerst hochwertige Arbeit unter den Bedingungen eines historischen Gebäudes abgeliefert hätten.

Thomas Bischof, stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderats Gößlingen, bedankte sich bei den mehr als 40 auf verschiedenste Weise am Bau beteiligten freiwilligen Helfern. Den weit überdurchschnittlichen Einsatz von Ulrich Schwarz aus Gößlingen und Nikolaus Török aus Dietingen hob er besonders heraus.

Die Lage des Pfarrhauses und die bereits vor mehr als 30 Jahren vom Konvikt in Rottweil vorgegebene Nutzung bedinge nach Ansicht des Kirchengemeinderats weiterhin eine behutsame Nutzung des Hauses. So seien Gruppen aus der Seelsorgeeinheit und aus der ganzen Diözese sehr willkommen, um das Haus für die Jugend- und Erwachsenenarbeit zu nutzen.

Die umfangeichen Baumaßnahmen waren vor allem wegen der gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz notwendig geworden. Eine bereits genehmigte Rettungstreppe am Nordgiebel erwies sich während der Planung schließlich als nicht zielführend.

Stattdessen mussten die vorhandenen Schlafräume im Dachgeschoss stillgelegt und die Raumaufteilung im Haus aufwendig umstrukturiert werden. Neue Sanitärräume wurden eingebaut, alle bewohnten Räume sind nun mit Brandschutztüren ausgestattet. Im Bereich der Scheuer wurde eine Pelletsheizung integriert, die jetzt eine Zentralheizung versorgt.

Weitere Informationen: zum von der Kirchengemeinde verwalteten Haus und ein Belegungsplan finden sich auf der Internetseite www.pfarrhaus-goesslingen.de

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