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Dietingen Migration und eine grüne Brücke

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Nachdem in Dietingen-Mitte das Mehrfamilienhaus mit Café und Außenterrasse verwirklicht wurde, geht es jetzt mit Verkehrsberuhigung und Fahrbahnteilung weiter. Am Aschermittwoch wird mit der Maßnahme begonnen. Foto: Schmidt Foto: Schwarzwälder Bote

Wer die jüngste Dietinger Gemeinderatssitzung verfolgte, musste sich bei einigen Punkten geschlagen geben. So rege und engagiert die Diskussionen auch waren. Welche Ergebnisse wurden eigentlich festgehalten?

Dietingen. Wird das Freibadticket nun kommen? Wird ein neuer Radweg gebaut? Und braucht man den Shuttlebus? Bürgermeister Frank Scholz lieferte die Antworten.

Dietinger Schülern soll der Freibadbesuch zu einem günstigen Preis ermöglicht werden. Dazu gab es im Dietinger Ratszimmer einen klaren Konsens. Modalitäten wurden erörtert und unzählige Vorschläge beratschlagt. Und am Ende ein Beschluss gefasst.

Laut Bürgermeister Frank Scholz sei die Gemeinde angehalten, für Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren bei bis zu zehn Eintritten einen Anteil von 1,25 Euro zu übernehmen. Darüber hin­aus soll die Verwaltung gemeinsam mit der Bäderleitung vom Aquasol eine Lösung zu einer "möglichst einfachen Abwicklung finden". Bei den jungen Nutzern bliebe damit ein Eigenanteil von 100 Cent für einen Freibadbesuch.

Klaus Häslers Einspruch

Der Shuttlebus entlang des Schlichemwanderwegs ist Teil der touristischen Infrastruktur. In den vergangenen Jahren trug die Gemeinde Dietingen für dieses Angebot abzüglich der anteiligen Einnahmen jährlich 2000 Euro. Ab 2020 soll der Betrag nun um 100 Euro erhöht werden.

Während die Verwaltung zur Zustimmung riet, stellte sich Klaus Häsler dagegen. Er sehe im Shuttlebus keinen Vorteil, sagte er. Im Gegenteil. Der Wanderweg durch die Schlichemklamm entwickle sich am Sonntag zum unerwünschten Massentourismuspfad, während Gasthäusern und Geschäfte nicht besucht würden.

Den Kopf schüttelte Alexander Ettwein. Für den Shuttlebus wäre die Gemeinde bereit, 2100 Euro zu zahlen, während bei 700 Euro fürs Freibadticket im Rat eine Diskussion entflamme. Ferdinand von Bissingen hingegen lobte den Landkreis Balingen. Mit dem Shuttlebusangebot erweise er sich als "verlässlicher Partner".

Klemens Schmid bezeichnete das Angebot als erfolgreich. Auch Bettina Baur unterstützte das Angebot. Zum Schluss der Debatte einigte sich der Rat auf die Erhöhung von 2100 Euro, so Scholz.

Bau eines Radwegs

Auf einen Radweg zwischen Rotenzimmern und Leidringen machte Klemens Schmid durch eine Frage aufmerksam. Scholz berichtete dazu, dass der Radweg in unterschiedlicher Priorisierung in den Radwegeplanungen des Landkreises Rottweil und des Zollernalbkreises zum künftigen Ausbau aufgenommen worden sei. Derzeit werde die Planung durch ein Fachbüro erstellt. Der Auftrag sei bereits 2018 vergeben worden.

Bürgermeister Thomas Miller aus Rosenfeld habe sich auf Seiten des Zollernalbkreises und er selbst als Vertreter der Dietinger Seite (teilweise Landkreis Rottweil) für die Planung eingesetzt. Für die Planung sei der Zollernalbkreis zuständig.

Liege die Planung vor, werde die Priorisierung voraussichtlich in beiden Landkreisen angehoben, so dass eventuell ab 2021 ein Ausbau erfolgen könne. Die Gesamtkosten würden sich erst mit Vorliegen der Planung konkretisieren. Die Planungskosten für die Gemeinde würden rund 5700 Euro betragen.

Ampel ab Aschermittwoch

Weiter informierte der Bürgermeister über die Maßnahme Ortsmitte, die mit der Fahrbahnteilung nun zeitnah fortgesetzt werde. Allerdings musste die Gemeinde zwei Jahre seit der Vergabe 2018 auf den Startschuss warten. Ab Aschermittwoch werde der Bereich mittels einer Ampel acht bis zehn Wochen einspurig geregelt.

Die Fahrbahnteilung sei Teil der Verkehrsberuhigung auf der Ortsdurchfahrt in Dietingen-Ort, die mit der Verschwenkung am Ortsausgang Richtung Rottweil begonnen worden sei und mit Maßnahmen am Ortsausgang Richtung Böhringen vollendet werden solle.

Frank Scholz nannte das Projekt "einen Meilenstein der Ortsentwicklung", der die Mitte des Ortes wesentlich stärken könne und somit die Zerteilung durch die Kreisstraße aufheben und die Lebensqualität steigere. Dafür werde die großflächige Asphaltfläche beseitigt und eine grüne Brücke zum Baugebiet Ortsmitte gelegt.

Parallel werde die unterirdische Infrastruktur geprüft, mithin ein 40 Meter langes Stück des Kanals ausgetauscht und Glasfaser ausgelegt.

Warum es so lange dauert

Abschließend beantwortet Schultes Frank Scholz noch die Frage zum Haushaltsplan 2020, der noch nicht vorgestellt wurde. Die Gemeinde sei in Verzug geraten. Scholz erklärt: Aufgrund der neuen Buchführung für Kommunen und Migration im Rechenzentrum.

Der Schlichemwanderweg-Shuttlebus wurde erstmals im Jahr 2015 vom Landkreis Zollernalb in Kooperation mit dem Busunternehmen Maas eingesetzt.

Seither fährt er zwischen Mai und Mitte Oktober die Route Tieringen – Rotenzimmern, quer durch das Schlichemtal. Langfristig, so hieß es beim Start des Projekt, könne die Fahrt nur zweimal an allen Sonn- und Feiertagen angeboten werden. Doch bis heute fährt der Schlichemwanderbus dreimal an jeder Station vorbei. "Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden", bestätigt Hardy Losekamm, Leiter des Kreis-Verkehrsamts in Balingen.

Im Schnitt der vergangenen fünf Jahre nutzten 1130 Fahrgäste das Angebot. Im stärk­sten Jahr 2017 waren es 1698 Fahrgäste.

Manche schauen sich nur aus dem Bus heraus die schöne Gegend an, aber die meisten wanderten Teilstrecken und würde an ihrer Wunschhaltestelle dann wieder abgeholt und weitertransportiert, sagt Losekamm. Oftmals mit ihren Fahrrädern, die kostenlos mittransportiert werden könnten. Das Konzept soll jedenfalls "unbedingt beibehalten werden".

Die Kostensteigerung, ausgehend vom Busunternehmen Haas, wurde anteilig an die Kommunen, so auch an die Gemeinde Dietingen weitergegeben. (ans)

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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