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Dietingen Herausforderungen für ein Rathaus

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Die Zuschauerplätze während der ersten Corona-Sitzung des Dietinger Gemeinderats bleiben leer. Foto: Schmidt Foto: Schwarzwälder Bote

Gut zwei Monate liegen seit der vergangenen Dietinger Gemeinderatssitzung zurück. Für die Verwaltung eine Herausforderung, die es zu meistern galt.

Dietingen. In der Gößlinger Schwarzenbachhalle startet der Dietinger Gemeinderat mit weit auseinander gestellten Tischen seine erste Corona-Sitzung. Auf Mundschutz wurde entgegen der Ankündigung verzichtet, aber die Bürgerfragestunde fiel aus. Damit werde vermieden, dass sich die Sitzung in die Länge ziehe, begründete Bürgermeister Frank Scholz die Entscheidung.

Reichlich gestuhlt wurde dennoch. Aber die Zuschauerränge blieben leer. Auch der Gemeinderat wurde dazu aufgerufen, "nur dringende Sachthemen zu beraten und dies möglichst in kompakter Zeit". Damit werde die Gemeinde mit ihren Gremien "einer wichtigen Vorbildfunktion gerecht. Wir sollten nicht so tun, als wäre alles schon wieder normal. Das wird es definitiv noch für geraume Zeit nicht sein", sagte Scholz.

Damit dieser Vorbildcharakter gelingen konnte, hätten die Ratsmitglieder vergangene Woche entsprechende Informationen bekommen, mit der Bitte, Fragen und Anregungen zur Tagesordnung und anderen Themen vorab an die Gemeindeverwaltung zu richten. Dadurch hätten diese gebündelt und schnell abgearbeitet werden können. Eingegangen wären aber nur Bürgerfragen.

Ein Bürger habe wissen wollen, warum die Oberflächenabwassergebühr aufgrund des trockenen Wetters nicht abgesenkt werden könne? Scholz hat darauf geantwortet, dass es sich um ein Teilstück einer Gesamtkalkulation handele, mit der ein Fachbüro beauftragt sei, die viele Parameter berücksichtigen müsse.

Seit der Corona-Verordnung am 17. März, die bis zum 15. Juni vorläufig gelte, mussten acht Änderungen bearbeitet werden. Die Änderungen wären oftmals am Wochenende gekommen. Die Gemeinde hätte das Rathaus aber schon zum 9. März geschlossen und Maßnahmen zum Schutz der Bürgerschaft und Mitarbeiter ergriffen. Wie etwa die Schließung von Einrichtungen und Spielplätze. Immer in der Hoffnung, dass es danach "normal weiter geht".

Aus den vielen Wochen der "Einschränkungen und schlechten Nachrichten" hätte sich inzwischen eine "ganz andere Sicht entwickelt". Niemand hätte sich vorstellen können, dass "viele Grundrechte so stark beschnitten werden". Die Kanzlerin hätte "zurecht gesagt: Die Corona-Pandemie ist eine Zumutung für unsere Demokratie".

Vor diesem Hintergrund sei es verständlich, dass "alle Welt von Lockerungen spricht und wir diese herbeisehnen". Dennoch dürfe nicht übersehen werden, so der Bürgermeister, dass "wir uns immer noch in einer sehr fragilen Situation befinden, was die Pandemie betrifft". Es würden daher nach wie vor große Einschränkungen bei Kontakten und Versammlungen bestehen.

Für die Gemeinde hätten die zurückliegenden Wochen eine starke Herausforderung bedeutet. Die Mitarbeiter hätten zum Teil im Schicht­system gearbeitet und Hilfsangebote koordiniert. Es mussten Verordnungen und Vorgaben für Einrichtungen, Schulen, Kindergarten, Kindertagesstätten umgesetzt und Notbetreuungen eingerichtet werden.

Neben weiteren Aufgaben mussten Quarantäneauflagen für Betroffene verfügt werden. Eine "Herkulesarbeit", für die sich Scholz bei allen ehrenamtlichen Helfern, Mitarbeitern, Schulleitung und dem Kindergarten-Team bedanken möchte. ­

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