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Dietingen Zum "Märchen": Stimmen aus dem Gemeinderat

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Bettina Baur: Die Dietinger Ortsvorsteherin betont, dass die kritischen Aussagen über Bürgermeister Scholz im Zeitungsbericht am 24. Dezember von ihr stammen. Und sie fragt sich, ob man ihr keine eigene Meinung zutraue?

Gerhard Schneider: Der Erste-Bürgermeister-Stellvertreter hat dieses »›Märchen‹ »nüchtern, sachlich und mit Di­stanz« gelesen. Und er fragt sich, warum jetzt »das Getöse so groß« sei. Schließlich habe ein Jahresrückblick Anspruch auf Vollständigkeit. Außerdem, so fährt er fort, habe es das vergangenen Jahr »Breitseiten in beleidigender Form gegen den Bürgermeister von der Presse« Monat für Monat gegeben. Schneider unterstellt dem einen Berichterstatter Käuflichkeit (»Für einen Wurstsalat schreibt er jede Meinung«) und sieht es als »unverschämt« an, was der andere am 24. Dezember verfasst hat. (Zwischenruf aus dem Publikum: »Pressefreiheit!«) »Von wegen Pressefreiheit«, so Schneider, es werde »geschürt und gestichelt.«

Jürgen Würtenberger war »gottfroh«, als die allseits akzeptierte Lösung bei der Kindergartenplanung auf der Rathausstraße beschlossen worden sei. Und dann sei das »Märchen« im Jahresbericht gekommen. Sein Fazit: Es wäre besser gewesen, darüberzustehen.

Hildegard Flaig findet, der Bericht im Amtsblatt habe nur Schaden angerichtet und zur Aufklärung nichts beigetragen. Sie hätte sich mehr Sachlichkeit gewünscht.

Bettina Baur sagt, dass sehr viele wie sie entsetzt über das »Märchen« gewesen seien. So sei wieder Unruhe ins Dorf gekommen. Und ihr sei gesagt worden, dass sich manche nicht mehr trauen mit anderen zu sprechen, weil sie nicht wüssten, auf welcher Seite der andere stehen würde.

Bernd Kirholzer erklärt Scholz und Schneider das Wesen eines Märchens. Dieses sei »nie nüchtern und sachlich«. Mit einem Märchen werde versucht, »emotional« eine Botschaft zu transportieren (Scholz: »Das sehe ich heute auch so«).

Martin Bantle findet, dass ein Rückschritt im Verhältnis untereinander entstanden sei. Im November seien »wir viel weiter gewesen«. Er nimmt den Bürgermeister in die Pflicht: »Sie sind in der Verantwortung, dass das bald aufhört.«

Siegfried Seemann findet, dass man das Problem ansprechen müsse. Warum, so fragt er sich, nicht im Amtsblatt?

Gerhard Schneider offenbart seine Nöte. »Es wird Zeit, dass man im Gemeinderat seine Meinung sagen darf. Die Seitenhiebe in der Zeitung müssen aufhören.« Er sei sich mit dem Bürgermeister einig, dass es höchste Zeit gewesen sei, dass dies auf den Tisch gekommen sei.

Klemens Schmid hat es nicht einfach. Einerseits sei er »nicht ganz glücklich mit diesem Jahresabschluss«, andererseits erinnert er an die »recht massiven Einwirkungen von außen«, so gegen den Ortschaftsrat im Winter und Frühjahr des vergangenen Jahres. Entscheidungen des Ortschaftsrats habe man schließlich auch zu akzeptieren. Die Äußerungen des Bürgermeisters müsse man »im ganzen Konstrukt« sehen. Sein, Schmids, Wunsch sei, dass die Unstimmigkeiten »mit dem heutigen Abend zu Ende« seien.

Klaus Häsler spricht ebenso wie Bettina Baur die zwei Lager in der Gemeinde an. Es gehe auch um ein Stück Menschlichkeit. Schließlich bringen sich verdiente Bürger in ihrer Freizeit ein und versuchen, Bestmöglichstes für die Gemeinde zu erreichen. Das »Märchen« sei »einmalig im Kreis, wahrscheinlich sogar im Land«. Jetzt sei der Bürgermeister gefordert, diese Unstimmigkeiten zu beseitigen. Dies könne der Gemeinderat nicht. Der Irslinger Ortsvorsteher spricht von einer unnötigen und belastenden Sitzung am Montagabend. Und energisch Richtung Scholz mit Blick auf die gesamte Situation: Solche Dinge seien zu unterlassen.

Alexander Ettwein findet, dass »das ›Märchen‹ keine Werbung« für die Gemeinde gewesen sei. Man solle wegkommen von persönlichen Befindlichkeiten und die Sache in den Mittelpunkt stellen. Wie im Fußball nach einem Gegentor heiße es jetzt: »Mund abwischen. Weiter geht’s!« Das Schlusswort bleibt Frank Scholz vorbehalten. Er will die Sache in den Vordergrund stellen. Er wolle in Zukunft »noch klarer ansprechen, an welchen Themen wir arbeiten«. Doch er bleibt seiner Linie treu. Er sieht das Problem auch dadurch, dass »zum Teil gewisse Zurückhaltung Personen gegenüber geübt« worden sei.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

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