Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Buchenberg legte Erich Dieterle sein Amt als stellvertretender Abteilungskommandant nieder. Bürgermeister Fritz Link richtete mahnende Worte an die Kameraden. Jörg Hettich wünschte sich mehr Zusammenhalt.
Über ein ungewöhnliches Einsatzjahr berichtete die Feuerwehrabteilung bei der Hauptversammlung. Eine Amtsniederlegung zeigte aber, dass unter den Kameraden nicht alles in Butter ist.
Rückblick Schriftführer Daniel Hieske berichtete über die organisierte, reibungslos verlaufene Jäger-90-Party. Elf abwechslungsreiche Proben fanden statt. Eine nicht ganz alltägliche Aufgabe war der Versuch, die Treppe des Turms der Ruine Waldau auszuleuchten, um eine nicht gehfähige Person zu retten. Nach vielen Versuchen und Lösungsansätzen war klar, dass die Wehr dazu nicht in der Lage ist, gegebenenfalls Höhenrettung oder Bergwacht gerufen werden müssten.
Einsätze Im Herbst brannte auf der Kreisstraße am Brogen ein Bulldog, zudem gab es dort den Vollbrand eines Bauernhofs. Aufwendig war dabei die Wasserversorgung. An der Waldau-Schänke musste ein Auto aus dem Bach gezogen werden. Ein von der Straße abgekommenes Auto kam erst an einer Garage zum Stehen. Laut Friedrich Jäckle war die Altersmannschaft acht Mal unterwegs.
Wir-Gefühl soll sich entwickeln
Laut Abteilungskommandant Jörg Hettich kam das Einsatzfahrzeug im Zuge des Umbaus des Gerätehauses beim Tierarzt Weißerhof unter. Die drei Einsätze habe man ganz ordentlich abgehandelt.
Rücktritt Hettich wünscht sich, dass die Abteilung wieder mehr zusammenwachse und sich ein Wir-Gefühl entwickle. Damit zusammenhängend berichtete er, dass Erich Dieterle mit sofortiger Wirkung das Amt als sein Stellvertreter niederlege. Laut Gesamtkommandant Martin Ochs wird Dieterle zudem in die Altersmannschaft gehen. Er finde das einerseits schade, andererseits aber richtig. Es gelte, die Entscheidung zu respektieren. Bei so einem Amt trete man immer jemandem auf die Füße. Eine Abteilung funktioniere nur, wenn man sich an Regularien halte und die Kameradschaft funktioniere. Er habe sich den Schritt wirklich nicht leicht gemacht, so Dieterle, der darum bat, dass „ewige Nörgler“ Hettich unterstützen.
Appell Bürgermeister Fritz Link sprach im Grußwort von einem herausfordernden Einsatzjahr. Er zollte Hettich Respekt für dessen Stehvermögen angesichts Diskussionen ums Gerätehaus. Mehr als bedauerlich sei, dass bei der Versammlung zum Bereinigen kritischer Punkte genau diejenigen nicht da seien, welche diese aufgeworfen hatten. Um Diskussionen zu beenden, werde die Gemeinde den Einbau einer Küche im Gerätehaus finanzieren, was nie zugesagt gewesen sei. Damit kehre hoffentlich Ruhe ein. Das Gerätehaus habe schon mehr als 400 000 Euro verschlungen. Link richtete „zum letzten Mal“ den Appell an die Abteilung, endlich den mehrfach angemahnten Beschaffungsausschuss für ein MTW zu bilden.
Haltlose Vorwürfe geäußert
Er bedauere den Schritt des langjährigen Gesamt- und Abteilungskommandanten Dieterle sehr, so Link. Er habe mit ihm über zwei Jahrzehnte gut zusammengearbeitet, oft gestritten, aber dessen offenes Wort immer geschätzt. Er habe Verständnis dafür, dass hintenrum geäußerte haltlose Vorwürfe Dieterle zermürbten.
Die Abteilung müsse sich nun der Verantwortung stellen, einen Stellvertreter des Abteilungskommandanten zu finden.
Ehrungen Für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde Ernst Lehmann, für 40 Jahre Jörg Fichter. Für lückenlosen Probenbesuch geehrt wurden Ernst Lehmann, Daniel Hieske und Jörg Hettich.