Der Arbeitskreis Weihnachtsmarkt hofft, dass dieses Jahr wieder ein Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Bisingen stattfinden darf. Foto: Wahl

Dieses Jahr könnte der Bisinger Weihnachtsmarkt wieder stattfinden. Die Veranstalter plagen dennoch große Sorgen. Das steckt dahinter.

Bisingen - Alle hoffen, dass es diesmal klappt: Der Arbeitskreis Weihnachtsmarkt rechnet fest damit, dass die Pandemie den Veranstaltern nicht erneut einen Strich durch die Rechnung macht. "Die positiven Vorzeichen überwiegen", sagt Konrad Flegr.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. "Wir gehen davon aus, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden kann", berichtet Flegr vom Arbeitskreis unserer Redaktion.

Die Nachfrage: Die Schallgrenze in Bisingen liegt bei 100 Ständen

Die Nachfrage der Marktbeschicker ist offenbar groß. Vor allem professionelle Kunsthandwerker sind am Bisinger Markt sehr interessiert, wie Flegr erklärt. "Wir haben auch Nachfragen von weiter weg – auf Empfehlung anderer Standbetreiber."

Dass es zu wenige Anmeldungen gibt, dass der Weihnachtsmarkt wie jener in Freudenstadt deshalb sogar abgesagt werden muss, steht in der Kirchspielgemeinde nicht zur Debatte.

"Das Problem haben wir nicht", betont Flegr. Im Gegenteil: Voraussichtlich werde das Niveau von 2019 wieder erreicht. "Die Schallgrenze ist aber 100, die werden wir erreichen." Hinzu kommen möglicherweise einige Stände gemeinnütziger Initiativen.

Die Planung: Neuzugänge, Hingucker, Wohlfühlelemente

"Ende des Monats machen wir eine Bestandsaufnahme", berichtet Flegr über die nächsten Schritte des Arbeitskreises. Er verrät: "Es gibt auch ein paar Neuzugänge, Hingucker, ich nenne es Wohlfühlelemente." Davon verspricht er sich "eine zusätzliche Note".

Die Energie: So läuft es in Bisingen mit Strom und Gas

In Sachen Energiesparen muss der Arbeitskreis nicht allzu weit ausholen. Schon seit Jahren wird gespart. "Zur Beleuchtung empfehlen wir am Stand Kerzenlicht", erklärt Flegr. Die Vorteile: Vorweihnachtliche Stimmung – und das Licht ist die gesamte Zeit unter Beobachtung. Auch LED-Beleuchtung werde befürwortet. "Ohne Licht geht es nicht, vor allem in den Abendstunden."

Auch in Sachen Strom muss nicht großartig überlegt werden. "Es wird wieder ein Stromverbot gelten", so Flegr. Auch dieses besteht beim Bisinger Weihnachtsmarkt schon seit Längerem – aus der aktuellen Energiekrise heraus ist es jedenfalls nicht entstanden. Flegr erklärt: "Wir kochen meistens mit Gas oder Holz." Früher hätten teilweise 10 bis 15 Anbieter dieselbe Leitung angezapft. Flog dann die Sicherung heraus – "und das ist bei fünf Waffeleisen schnell der Fall", erzählt Flegr –, litten zehn andere mit. Wenn nun jemand mit Strom kochen möchte, müsse er seine Versorgung selbst sicherstellen. Anschlüsse aus der Nähe kommen infrage, von Privaten etwa.

Die Sorgen: Die Inflation treibt den Arbeitskreis Weihnachtsmarkt um

Der Arbeitskreis hofft, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden darf. Doch neben der Corona-Pandemie beunruhigt ihn noch etwas anderes, Stichwort Inflation: "Als Veranstalter haben wir große Sorgen, wie die Besucherinnen und Besucher sich vom Konsum her verhalten", sagt Flegr. Die Wareneinkaufspreise seien gestiegen. Die Folge: "Wir können nicht zum gleichen Preis verkaufen wie vor zwei Jahren." Zugleich hätten auch die potenziellen Kunden womöglich wirtschaftliche Sorgen. "Es ist schwer kalkulierbar. Wir beobachten, wie sich die Preise entwickeln, was andere verlangen, welcher Preis akzeptiert wird."

Die Corona-Regeln: Hygienekonzept für Bisingen steht

Sollte die Inzidenz stark steigen, sollten daraufhin die Corona-Regeln verschärft werden, sind die Macher des Weihnachtsmarkts vorbereitet. Noch aus dem vergangenen Jahr, als der Weihnachtsmarkt kurzfristig abgesagt werden musste, liegt ein Hygienekonzept vor.

Der Termin: Dann findet der Weihnachtsmarkt statt

Der Weihnachtsmarkt in Bisingen findet voraussichtlich am Sonntag, 4. Dezember, von 11 bis 18 Uhr, statt.