Die Ausstellung „Souvenirs und andere Relikte“ in der Villa Eugenia präsentiert ab Sonntag, 9. Juni, die Werke zweier Künstler: Gabriele Eberspächer und Serge Le Goff. Ihre Mischtechniken und seine Installationen bieten Besuchern ein vielseitiges Erlebnis.
Die Villa Eugenia in Hechingen wird ab Sonntag, 9. Juni, zur Bühne für eine neue Kunst-Ausstellung. Im Duo präsentieren Gabriele Eberspächer und Serge Le Goff ihre Werke. Ihre Bilder werden die Wände zieren, während seine Lichtinstallationen im Raum zu sehen sein werden.
Der Titel der Ausstellung ist „Souvenirs und andere Relikte“. Für Gabriele Eberspächer ist das große Thema dabei das Prinzip von Erinnerung.
Es fing an, als sie bei der Auflösung des elterlichen Haushalts auf alte schwarz-weiße Fotografien stieß, die ihr Bilder aus der Kindheit wieder ins Gedächtnis riefen. In den Werken, die die Künstlerin nun in der Villa Eugenia zeigt, spielen diese Fotografien auch eine nicht zu unterschätzende Rolle. Sie sind für sie ein Anhaltspunkt um der menschlichen Eigenschaft nachzuspüren, Eindrücke wahrzunehmen, sie zu speichern, aber über die Zeit auch zu verändern.
Eberspächer spürt dem Wesen der Erinnerung nach
Für sie ist Erinnerung nicht zuletzt „ein kreativer Akt“ – nicht nur für Kunstschaffende. Sie sei immer im Wandel und aus faktischer Perspektive erstaunlich unzuverlässig. Es könne sein, so Eberspächer, dass sich ein Mensch fest an das rote Fahrrad aus seiner Kindheit erinnert – doch dann stellt sich heraus, das Fahrrad war blau. Hier zeige sich, dass Erinnerungen eine emotionale Ebene in sich trügen, die weniger über die tatsächlichen Umstände als über die Gefühle eines Menschen aussagen könne. Bei der nun anstehenden Ausstellung stehen vor allem Erinnerungen aus der Kindheit im Fokus.
So mannigfaltig wie die emotionale Prägung ihrer Kindheitserinnerungen, so vielfältig sind denn auch die Techniken, mit denen sie sie auf Papier bannt. Es kommen Acryl und Aquarell, aber auch Collage-Techniken zum Einsatz.
Ab 2015 begann Eberspächer mit der Arbeit an der Serie. Einen Favoriten unter ihren Arbeiten habe sie nicht, sagt sie, doch „man kann sagen die ganze Ausstellung ist etwas Besonderes für mich“. Bis heute sind zahlreiche Arbeiten entstanden, circa 30 davon werden nun in der Villa Eugenia zu sehen sein.
Le Goff zeigt teils skurrile Installationen
Mit von der Partie ist Serge Le Goff. „Ein geborener Tübinger“, wie er selbst sagt. Die Freundschaft der beiden Künstler begann vor 35 Jahren und seither haben sie immer wieder gemeinsam gearbeitet. Das Absurde ist dabei oft Teil seiner Kunst.
Er liebe es mit seiner Assemblage-Technik immer neuen Materialien völlig neue Funktionen zuzuordnen. Dabei kombiniert er künstlerisch interpretierte Alltagsgegenstände und künstlich erzeugtes Licht. Und vielleicht ist das der Punkt, an dem die unterschiedlichen Werke doch gut zusammenpassen. Sie spüren einer zweiten Ebene in den Dingen nach. So entsteht schließlich ein harmonisches Zusammenspiel von vielen kleinen und großen Unterschieden.
Die Ausstellung „Souvenirs und andere Relikte“ wird in der Villa Eugenia in Hechingen am Sonntag, 9. Juni, um 14 Uhr eröffnet. Bis zum 21. Juli wird sie dann immer sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen sein. Zur Eröffnung organisiert der Förderverein der Villa Eugenia Kaffee und Kuchen.