Hin und wieder kommt es auf Baustellen zu Diebstählen – in den letzten Wochen war das in Balingen mehrfach der Fall. Das rät die Polizei. Foto: stock.adobe.com/studio v-zwoelf

Immer wieder werden Werkzeuge, Materialien und manchmal auch schweres Gerät von Baustellen gestohlen. Wie die Polizei die Situation einschätzt und was sie Bauunternehmen rät.

Innerhalb der letzten Wochen sind eine Palette Fließen, Werkzeug im Wert von etwa 9000 Euro sowie eine 400 Kilogramm schwere Rüttelplatte von Balinger Baustellen verschwunden.

 

Wie häufig solche Diebstähle in der Region vorkommen, lässt sich laut Polizei nicht so einfach sagen. Jedoch gibt Polizeisprecherin Andrea Kopp Ratschläge, wie Baustellen bestmöglich gegen Diebe abgesichert werden können.

Wie sind die Aussichten, dass die Täter in solchen Fällen gefasst werden?

„Das kann man nicht prognostizieren“, sagt Kopp. „Die Täter dürfen sich aber keineswegs in Sicherheit wiegen.“ Manchmal gelinge es, sie auf frischer Tat zu fassen oder auf andere Art und Weise zu ermitteln, und ihnen dann im Nachhinein gleich eine ganze Serie von Diebstählen zuzuordnen.

Wie schaffen es Täter das teilweise sehr schwere und große Diebesgut weg zu schaffen?

„Mit entsprechenden Fahrzeugen und natürlich Manpower – also mit mehreren Komplizen“, sagt die Polizeisprecherin. „Manche kommen gar mit einem Tieflader.“ Kleingeräte seien wiederum durchaus recht schnell und unkompliziert verladen.

Wie können Baustellen bestmöglich gegen Diebe abgesichert werden?

„Das kommt auf die örtlichen Gegebenheiten an, ist aber oft schwierig“, so die Einschätzung der Polizeisprecherin. Entsprechend solide Bauzäune können ein Hemmnis für Diebe darstellen und erschweren zumindest die Mitnahme von größeren Geräten oder Materialien. „Das kann auch gegen weniger professionelle Gelegenheitsdiebe helfen.“

Denkbar seien beispielsweise auch Kamera- oder Videoüberwachung – natürlich unter den rechtlichen Voraussetzungen – sowie Beleuchtung und Bewegungsmelder. Das könne auf Täter abschreckend wirken, weil es das Entdeckungsrisiko erhöht.

Baustelle bestmöglich absichern

Außerdem sollte sämtliches Material auf der Baustelle – zumindest über Nacht – eingeschlossen oder gut weggesperrt werden. „Wie man bei einem der jüngsten Fälle in Balingen sieht, werden aber auch Anhänger und Fahrzeuge aufgebrochen“, warnt Kopp.

„Je schwerer man es den Dieben macht, desto besser.“

Aus diesem Grund seien manche Baufirmen bereits dazu übergegangen, anstelle einer Baubaracke beispielsweise einen abschließbaren Frachtcontainer als Lagerstätte zu verwenden, der nicht gerade mit einfachstem Einbruchswerkzeug geknackt werden kann. „Das kann einen gewissen – wenn auch nicht vollständigen Schutz bieten“, so die Sprecherin der Polizei. „Je schwerer man es den Dieben macht, desto besser.“