Seit dem ersten Spieltag hat der SC Freiburg zu Hause nicht mehr verloren. Am Sonntag kommt Borussia Mönchengladbach in den Breisgau – geht die Serie weiter?
Gut und effizient gegen die Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen, mit Nachholbedarf gegen die Top-Teams: Diese Aussage, die man fast schon traditionell zu den Ergebnissen des SC Freiburg treffen kann, trifft fast genauso gut auf den kommenden Gegner zu.
„Die Spiele, die sie auswärts verloren haben, waren gegen Gegner aus der oberen Hälfte“, sagte SC-Trainer Julian Schuster über die bisherigen Resultate von Borussia Mönchengladbach. Am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) kommen die „Fohlen“ ins Freiburger Europa-Park-Stadion.
Legt man die bisherigen Ergebnisse beider Teams übereinander und kombiniert sie mit der Heimstärke der Freiburger, dann gibt es genügend statistische Gründe für einen Erfolg des Sport-Clubs. So einfach wollte es sich Schuster bei der Pressekonferenz am Freitag dann aber doch nicht machen. Es sei nicht selbstverständlich, dass man in schöner Regelmäßigkeit gegen die weiter unten in der Tabelle platzierten Teams gewinne, sagte der Coach.
Bei Mönchengladbach steht der Trainer schon wieder unter Druck
Und genauso wollte er auch die bislang äußerst mäßige Saison der Gladbacher, bei denen Trainer Eugen Polanski nach nur einer halben Saison schon wieder unter Druck steht, nicht überbewerten. „Wir dürfen uns nicht blenden lassen, auch wenn die letzten Ergebnisse nicht gestimmt haben“, sagte Schuster.
SC Freiburg will Reaktion auf Nackenschlag in Hoffenheim zeigen
Zumal es auch für den SC Freiburg zuletzt einen Nackenschlag gab. Beim 0:3 gegen den Landes-Rivalen TSG Hoffenheim waren die Breisgauer einigermaßen chancenlos, mit der erneuten Oberschenkel-Verletzung von Max Rosenfelder wurde die Niederlage zudem für Schuster „bitter bezahlt“. Wie lange genau der junge Innenverteidiger ausfallen wird, konnte Schuster am Freitag noch nicht mit Gewissheit sagen.
Philipp Lienhart und Lukas Kübler fehlen weiterhin
Am Sonntag dürfte erneut Bruno Ogbus neben Matthias Ginter in der Innenverteidigung beginnen, denn Philipp Lienhart ist zwar zurück auf dem Trainingsplatz, hat jedoch noch Rückstand. Dazu fehlt auch Lukas Kübler verletzt, Johan Manzambi ist nach seiner Roten Karte weiterhin gesperrt.
Lamentieren wollte Schuster aufgrund der – für SC-Verhältnisse in dieser Saison – dünnen Personaldecke jedoch nicht. „Wir sind sehr, sehr motiviert, das letzte Drittel der Saison anzugehen“, sagte Schuster. Neben wichtigen Spielen in der Bundesliga warten dann auch die K.o.-Spiele in Europa League und dem DFB-Pokal.
Das sagt Julian Schuster zur Auslosung im DFB-Pokal am Sonntag
Gegen wen es im Halbfinale geht, wird am Sonntag ab 17.10 Uhr von Rodel-Olympiasieger Max Langenhan ausgelost. „Hoffen wir, dass er nicht nur einen goldenen Schlitten, sondern auch ein goldenes Händchen hat“, sagte Schuster.
Sein klarer Wunsch: Ein Heimspiel. Denn seit September hat der SC zu Hause nicht mehr verloren. Es ist nur eine von mehreren Statistiken, die am Sonntag für die Freiburger spricht.