Es kann losgehen. Die Wild Wings blicken gespannt auf die neue DEL-Saison und den Start gegen Bremerhaven. Foto: Sigwart

3500 Eishockey-Fans werden am Freitagabend erwartet, wenn die Schwenninger Wild Wings in der Helios-Arena loslegen. Erster Gegner in der DEL sind die Fischtown Pinguins Bremerhaven.

Vorhang auf zur neuen DEL-Saison der Wild Wings. Los geht es am Freitag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Pinguins aus Bremerhaven. Am Sonntag (19 Uhr) gastieren die Schwenninger in Ingolstadt.

Am Powerplay gefeilt

Die intensive Vorbereitungszeit ist nun auch für die Wild Wings vorbei. In der letzten Woche vor dem Saisonstart waren die Trainingseinheiten von Chefcoach Niklas Sundblad kurz und knackig. "Wir haben einen der Schwerpunkte auch noch einmal auf unser Überzahlspiel gelegt. Nun freuen wir uns auf die neue Saison. Wir wollen unseren Fans gutes und erfolgreiches Eishockey zeigen", so der Schwenninger Trainer.

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Die vielen Strafzeiten zuletzt im Test gegen Augsburg wurden bei der Mannschaft nicht mehr thematisiert. "Natürlich waren es gegen Augsburg zu viele, doch die Jungs waren auch von den Trainingseinheiten müde", beunruhigt dieser Aspekt Niklas Sundblad vor dem ersten Saisonbully nicht.

Schwenningens junger Angreifer Boaz Bassen, der seinen Vertrag in dieser Woche längerfristig verlängerte ("Die Wild Wings sind wie eine Familie für mich"), freut sich ebenso "mit einem guten Gefühl" sehr auf den Saisonstart.

Tylor Spink fehlt weiter

Niklas Sundblad plant im ersten Saisonspiel mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt gegen Augsburg. Dies bedeutet, dass im Angriff Tylor Spink verletzungsbedingt weiterhin ausfällt. "Tylor wird auch gegen Ingolstadt noch nicht spielen können", erklärt Niklas Sundblad. Der neue Förderlizenzspieler Philip Feist wird am Wochenende für den Schwenninger Kooperationspartner Freiburg zum Einsatz kommen.

Pinguins sorgen für Furore

Vom ersten Gegner spricht Niklas Sundblad mit viel Respekt. Er verweist auf den überraschenden ersten Platz, den die Bremerhavener aktuell in der stark besetzten Gruppe A der Champions Hockey League einnehmen. Die Norddeutschen schlugen bisher zweimal den finnischen Vertreter Turku (2:1/3:0) und gaben auch Växjo (Schweden) beim 2:1 das Nachsehen. Sundblad zeigt es auf: "Wir treffen auf einen läuferisch sehr starken Gegner, der mit Jan Urbas, Zigla Jeglic und Miha Verlic eine Top-Reihe besitzt." Der Schwenninger Plan? "Wir wollen aggressiv, mit viel Laufarbeit und mit einem schnellen Umschaltspiel gegen sie agieren", verrät Niklas Sundblad.

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch und Co. werden auch in der neuen DEL-Saison von der Konkurrenz hoch eingestuft. Beeindruckend ist vor allem die Tatsache, dass die Neuen – wie Verteidiger Reid McNeill oder die Angreifer Markus Vikingstad und Christian Wejse – voll einschlugen. Thomas Popiesch sieht für sein Team dennoch eine schwere Aufgabe in Schwenningen. "Unter Niklas Sundblad hat sich vieles positiv entwickelt. Wir treffen auf ein Wild-Wings-Team, das ähnlich wie wir spielt. In dieser ersten Partie werden wir genau sehen, wo beide Mannschaften tatsächlich momentan stehen."

Thomas Popiesch kann seinen kompletten Kader mit nach Schwenningen bringen.

Für Stimmung ist gesorgt

Rund 3500 Zuschauer erwarten die Wild Wings zum ersten Saisonspiel – unter einer strengen Einhaltung der Hygiene-Regeln. Des Weiteren läuft der Dauerkartenvorverkauf bei den Wild Wings gut. Allerdings könnte es nach der nächsten Corona-Verordnung (am Montag) sein, dass etwas weniger als 5000 Zuschauer erlaubt sein werden.