Sommer, Regen, leere Bäder – unsere Redaktion hat gefragt, wie es dem Freibad Calw-Stammheim geht nach der Flaute zum Saisonbeginn. Die Badbetreiber hoffen diese mit einer gut besuchten Ferienzeit ausgleichen zu können.
Eigentlich ist die Freibadsaison längst gestartet, doch so richtig rund geht es im Freibad Calw-Stammheim bisher nicht. „Die Nachricht an den Wettergott ist raus“, sagt Andree Stimmer, Sprecher der Energie Calw GmbH (ENCW), im Gespräch mit unserer Redaktion. Die ENCW und die Stadtwerke betreiben das Bad.
Die Schwimmer kommen bei jedem Wetter
Regen, kühle Temperaturen und nur selten warme, sonnige Tage, das lud bisher nicht zu ausgedehnten Badbesuchen ein. Wobei, es gibt da einen Schlag Mensch, der von der Situation profitiert, weiß Stimmer zu berichten. „Einer hat neulich auf Social Media gepostet, dass er froh über den vielen Platz ist“, so Stimmer. Die Rede ist von den Schwimmern. Die kämen so oder so jeden morgen „und ziehen ihre Bahnen“.
Immerhin: Egal bei welchem Wetter, die Becken im Freibad sind jeden Tag beheizt. Das große Becken mit dem Schwimmerbereich hat 24 Grad Celsius. Das reiche jedoch eben nicht aus, um Badegäste anzulocken. Wenn das Wetter nicht stimme, mache es eben keinen Spaß sich längere Zeit auf dem Freibadgelände aufzuhalten.
So, als wäre 120 Tage Bombenwetter
„Und bei zwölf Grad und Starkregen kommt nun mal keiner. Wir können da nichts machen“, sagt der ENCW-Sprecher. Schlechtes Wetter bedeutet außerdem auch mehr Energiekosten. „Wir bereiten immer alles so vor, als wäre 120 Tage Bombenwetter, und dann macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung“.
Lässt sich der schlechte Saisonstart ausgleichen?
Doch die Freibadbetreiber lassen den Kopf nicht hängen. Stimmer freut sich, dass es in den vergangenen Tagen wärmer und sonniger geworden ist. Aber reichen ein paar sommerliche Wochen, um die Flaute des Saisonbeginns finanziell auszugleichen? Oder ist bereits jetzt klar, dass das Bad im Vergleich zum Vorjahr mit weniger Einnahmen rechnen muss?
„Das wissen wir erst am Ende der Saison“, erklärt er. Auch im vergangenen Jahr gab es einige Schlechtwetterphasen, etwa die ersten Augustwochen. Dennoch sei 2023 unterm Strich eine finanziell gute Saison gewesen. Für dieses Jahr heißt es also: Was nicht ist, kann noch werden. „Letztes Jahr hatten wir das Freibad eine Woche länger auf, vielleicht ist das auch dieses Jahr möglich. Wir hoffen das beste.“
Laut Stimmer sei es in vielen Jahren so gewesen, dass sich die Besucherzahlen über die Saison ausgleichen. Und sobald das Wetter stimmt, ist das Bad auch schnell gut besucht. „Wir freuen uns ja, wenn die Leute Spaß haben!“, so Stimmer weiter.
Die Ferien sind der Umsatztreiber
Spaß und gutes Wetter wünscht er sich vor allem für die nahenden Ferien. Zwar sei klar, das einige Leute mal in den Urlaub fahren, dennoch sei die schulfreie Zeit im Sommer entscheidend für den Umsatz, oder wie Stimmer es ausdrückt: „Die Ferien sind ein Treiber. Dann sind die Leute den ganzen Tag da“.
Über die Saison ist das Freibad auch oft eine Veranstaltungslocation. Und die Events werden laut ENCW gut angenommen. „Manche gibt es jedes Jahr, wie die Aqua Fitness oder das Einhornspringen“. Demnächst stehen außerdem das Spotted Beachsoccer-Turnier, am Samstag, 13. Juli, der TSV-Kinder-Triathlon, am Samstag, 20. Juli, sowie ab Montag, 29. Juli, bis Freitag, 2. August, das Ferienprogramm der Calwer TSV-Kindersportschule (KiSS) an.
Schwimmkurse im Freibad sind geplant
Apropos Kinder und Sport: Die ENCW “plant Schwimmkurse im Freibad“, so Stimmer und: „Hier gibt es ja kein Hallenbad mehr. Das ist ein Thema in Calw. Wir haben uns also gefragt, wie können wir das auffangen?“.
Weitere Informationen zum Freibad und den dort anstehenden Veranstaltungen gibt es auf https://freibad-stammheim.de/.