Mehr als 100 Interessierte haben sich in der Offohalle einen Einblick in das Ortsfamilienbuch von Schuttern geben lassen. Foto: Bohnert-Seidel

Das Ortsfamilienbuch von Schuttern kommt voraussichtlich Ende des Jahres heraus. Mehr als 100 Bürger sind am Sonntag in die Offohalle gekommen und haben gemeinsam mit der Arbeitsgruppe einige Seiten in digitaler Form begutachtet.

„Entstanden ist ein Buch für Bürger mit vielen Informationen und Bildern, das für jeden leicht verständlich und gut zu lesen ist“, erklärte Schutterns Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf am Sonntagnachmittag zur digitalen Vorstellung des Buches in der Offohalle. Schuttern sei mehr als nur ein Ort, der sich auf seine Klostergeschichte berufe. Die Arbeitsgruppe habe ein Werk für Schutterer geschrieben, das von Menschen erzählt, Familiengeschichten zeigt, eine lebendige Dorfgemeinschaft dokumentiert, Vereine und Unternehmen vorstellt und einfach nur Freude bereite, darin zu stöbern.

 

Am Sonntag kamen mehr als 100 Schutterer zur digitalen Vorstellung und zeigten sich in Vorfreude auf ein Standardwerk von Schutterns Ortsgeschichte, wie es das so noch nie gegeben hat. Ortsvorsteher Kopf freute sich über die vielen Besucher und schilderte die Biografie, wie es überhaupt zum Ortsfamilienbuch gekommen ist. Zwei Bände lägen nun in mehr als 1200 Seiten vor. Geklärt wurde auch die Frage wie Schutterns Bürger sich nennen: „Sind wir Schutterer oder sind wir Schutterner?“. Beide Begriffe wurden von den Besuchern in den Raum gestellt.

2016 übernahm Kopf die Umsetzung

Endgültig beantwortet wurde diese Frage auch in Zusammenarbeit mit der Historikerin und Professorin Marita Blattmann. „Sie war uns in abschließender Klärung behilflich“, berichtete Ortsvorsteher Kopf. „Wir sind Schutterer – mit n-loser Form.“

Kopf zeigte den chronologischen Weg auf von 199,7 als sein Vorgänger erstmals die Bedeutung eines Ortsfamilienbu ches hervorgehoben habe. „Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass noch keine Ausarbeitungen oder Dokumentationen vorhanden waren“, so Kopf. 2016 habe er sich, nachdem er 2014 zum Ortsvorsteher gewählt worden war, begonnen sich mit der Erarbeitung eines Ortsfamilienbuches zu beschäftigen. Bald war eine Arbeitsgruppe gebildet. Menschen hätten sich dran gesetzt und mit viel Herzblut, ihrer Erfahrung und Leidenschaft für Schuttern eingesetzt.

Viele haben Arbeit und Herzblut einfließen lassen

Zu den großen Stützen zählten neben Klaus Siefert und Fred Kopf auch Ekkehard Klem, Elisabeth Mußler, Manuel Hugelmann, Joseph Hugelmann, Angelika Munz und Astrid Gutekunst. In zehn gemeinsamen Sitzungen wurden Themen abgeklärt und dem Ortsfamilienbuch eine Struktur gegeben, die unterschiedliche Themen aus der Geschichte bis zur Gegenwart in die Welt der Leser holen möchte.

Fred Kopf, der selbst 50 Berichte und Geschichten geschrieben hat, stellte den ersten Band zur Ortsgeschichte vor. Genealoge Klaus Siefert umriss die Arbeit zur Familiengeschichte, die von ihm geschrieben und immer wieder in Verbindung zu historischen Gegebenheiten gebracht wurden.

Viel Lob gab es von den Gästen. Darunter auch Bürgermeister Erik Weide. Er erkennt im Ortsfamilienbuch einen Meilenstein für Schutterns Geschichte. Mit hohem Aufwand war die Arbeitsgruppe für Schuttern unterwegs, um den Bürgern ein wertvolles Geschenk zu machen. Das Ortsfamilienbuch sei ein Werk und eine Lektüre mit dem Versprechen lesbar für alle zu sein.

Bestellungen

Bestellungen für das Ortsfamilienbuch von Schuttern nimmt ab sofort Astrid Gutekunst in der Ortsverwaltung in Schuttern entgegen. Die Herausgabe ist für 2024 geplant. Band eins geht bereits im Mai in den Druck. Band zwei folgt etwas später, weil noch einige Korrekturen anstehen. Das Ortsfamilienbuch gibt es ausschließlich in zwei Bänden zum Gesamtpreis von 86 Euro.