Nicht nur am Samstagabend herrscht Gedränge zwischen den Ständen auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Thomas Fritsch

Vier Tage lang wird der Marktplatz der Hesse-Stadt zum Ort der Begegnung. Zwischen den Hütten des Weihnachtsmarkts drängen sich die Besucher – selbst bei Nieselregen.

„Da ist ja richtig was los in Calw, aber hallo!“, meint ein Mann zu seinen Begleitern, als er vorm Rathaus der Hesse-Stadt steht und auf den vollen Marktplatz blickt. Am Sonntagnachmittag herrscht auf dem Weihnachtsmarkt Gedränge – trotz Nieselregens.

 

Der Eindruck des Besuchers deckt sich mit den Rückmeldungen, die Verena Granse von den Standbetreibern zu hören bekommt. „Der Donnerstag war herausragend“, berichtet Granse, die den Markt mit Markus Brandl, beide aus der Abteilung Kultur und Vereine in der Stadtverwaltung, organisiert hat. Bis zu 25 000 Menschen besuchen jedes Jahr in Summe die viertägige Veranstaltung. „Und dieses Jahr eher noch mehr als in anderen Jahren“, ergänzt Isabel Götz, Leiterin des Fachbereichs II, Bildung, Kultur Tourismus.

Die jüngsten Besucher freuen sich über das Karussell. Foto: Thomas Fritsch

„Wir haben eine gute Mischung zwischen Verkaufsständen und Gastroständen“, meint sie und vermutet, dass unter anderem das den Reiz des Calwer Markts für Besucher ausmache. An mehr als 80 Ständen gibt es hochwertiges Kunsthandwerk, originelle Geschenkideen und kulinarische Köstlichkeiten.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Vereine, von denen viele etwas zu essen anbieten. Andere, Chöre und Kapellen, gestalten den Markt musikalisch mit. Immer wieder erklingen Weihnachtslieder – im Weihnachtscafé im Rathaus genauso wie auf der Treppe vorm Dekanat oder auf der großen Bühne.

Auch Partnerkommunen sind mit dabei

Das Schönste am Markt sei, dass man viele, die man das Jahr über nicht sehe, dort treffe: Verena Granse spricht etwa über solche Calwer, die in der Ferne wohnen, aber zum Weihnachtsmarkt zurückkommen. Er sei ein Begegnungspunkt, meint auch Götz: „Das ist gut für die Gemeinschaft und gut für die Stadt.“ Begegnungen gibt es dabei auch mit den Vertretern aus den Partnerstädten Weida in Thüringen, Latsch (Italien) und Collina d’Oro (Schweiz).

Apropos Gemeinschaft: Die beiden zählen Bauhof, ENCW, Security und Gemeindevollzugsdienst auf. „Die sind alle mit ganz, ganz viel Begeisterung und Engagement dabei“, sagt Isabel Götz. Der Weihnachtsmarkt ist eben ein Gemeinschaftsprojekt.