Hatschi! Dieses Jahr hat die Grippe-Saison im Zollernalbkreis recht früh begonnen. Foto: drubig-photo/AdobeStock.com

Den großen Influenza-Ausbruch in Villingendorf (Kreis Rottweil) im Hinterkopf: Wie entwickelt sich das Grippe-Geschehen im Zollernalbkreis?

Zollernalbkreis - In Sachen Grippe machte der Kreis Rottweil als erster in der Region von sich reden: Bei einem großen Influenza-Ausbruch an der Schule in Villingendorf erkrankten 80 Kinder und Lehrer. Wie entwickelt sich das Grippe-Geschehen im Zollernalbkreis?

Wir haben beim Landratsamt nachgehakt: "Zwischen Anfang Oktober und dem 21. November wurden dem Gesundheitsamt des Zollernalbkreises 26 Labornachweise von Influenzaviren gemeldet", teilt die Pressestelle mit. Das hört sich im Vergleich zu 80 Fällen allein in Villingendorf nicht viel an. Aber: Erfahrungsgemäß gebe es aber eine nicht unerhebliche Dunkelziffer, da nicht alle Influenzainfektionen diagnostiziert würden, heißt es weiter.

"Nur" 26 Fälle im Kreis, aber 80 allein in Villingendorf

Die gute Nachricht, für den Moment jedenfalls: Die 26 Infektionen sind keinem Hotspot zuzuordnen: "Meldungen über Hotspots durch Influenzaviren liegen bislang nicht vor."

Ist dies nur die Ruhe vor dem Sturm? Wie fällt der Vergleich zu den Vorjahren aus? "In der Vergangenheit traten Grippewellen meist nach dem Jahreswechsel auf. In diesem Jahr ist im Zollernalbkreis ein vergleichsweise früher Beginn der Influenzasaison zu beobachten", heißt es weiter.

"Früher" erst nach dem Jahreswechsel

Und wie sieht es mit der Impfbereitschaft aus? Kann man nicht sagen: "Da es keine Meldepflicht für Influenza-Impfungen gibt, liegen den einzelnen Gesundheitsämtern keine Daten über den Impfstatus der Bevölkerung vor." Daher gibt es auch keine Daten zu Kombi-Impfungen gegen Corona und Grippe.