Ersatzteile für die Ausrüstung fahren Begleitfahrzeuge nach. Foto: Schulz

Anfang November hatten Anne Schellberg, Marion und Tobi Schulz vom Albverein Laufen publik gemacht, dass sie am 16. Juli 2022 in nur 24 Stunden 100 Kilometer auf Schusters Rappen zurücklegen wollen – und dass sie dafür Mitstreiter suchen. Die sind jetzt gefunden.

Albstadt-Laufen -

Dieser Tage hat ein Informationsabend im Laufener Sportheim stattgefunden – bei der Begrüßung der Teilnehmer gestand Marion Schulz zunächst einmal ein, dass die drei Initiatoren des 100-Kilometer-Laufs nicht entfernt mit einem derart großen Interesse an ihrem Projekt gerechnet hatten. Vielmehr hatten sie befürchtet, dass sich nur schwer Leute finden lassen würden, die bereit seien, sich an dieser gelinde gesagt verrückten Aktion zu beteiligen. Doch nachdem ihr Plan publik geworden war, hatte sich schnell gezeigt, dass diese Sorge völlig unbegründet war: Weit über 100 Interessierte hatten sich gemeldet; innerhalb von wenigen Stunden waren alle 25 Startplätze vergeben.

Weitere Anfragen werden nicht berücksichtigt

Zwar gehen nach wie vor Anfragen ein, aber zum Leidwesen der Initiatoren und des Albvereins können sie nicht mehr berücksichtigt werden.

Ein Volkslauf wird der 100-Kilometer-Lauf also nicht – aber auch so ist schon eine Menge Logistik vonnöten, und die, betont Anne Schellberg, bedeute bereits eine beträchtliche Herausforderung für den Albverein, zumal ein solcher Lauf Neuland für ihn sei.

Das Begleitfahrzeug ist dabei

Beispielsweise wird ein Begleitfahrzeug 24 Stunden lang unterwegs sein und die Läufer an diversen Wegstationen mit Getränken und kleinen Snacks versorgen. Manfred Fritz und Michael Ludwig haben sich spontan bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Sie transportieren auch das Gepäck der Läufer: Von der Stirnlampe übers Blasenpflaster bis zu den Wechselsocken muss alles bereitgestellt werden, was unterwegs benötigt wird.

Das Gruppenerlebnis steht im Vordergrund

Für Marion, Anne und Tobi war es wichtig gewesen, eine Truppe zusammenzustellen, in der alle Altersklassen vertreten sind. Das ist ihnen gelungen: Die Teilnehmer sind zwischen 19 und 73 Jahre alt. Sie kommen überwiegend aus dem Raum Albstadt und Balingen, was die Vorbereitung erleichtert, denn die bunte Truppe soll im kommenden halben Jahr möglichst oft auf Tour gehen. Sechs geführte Wanderungen werden angeboten, auf denen die Laufener Läufer sich nach und nach auf ein gemeinsames Tempo einigen werden.

Pausen sollen auch noch drin sein

Ein durchaus sportliches Tempo wohlgemerkt: Wenn unterwegs noch Pausen von mehr als zehn Minuten Länge drin sein sollen, dann wird man eine Pace von mindestens fünf Stundenkilometern machen müssen – die reguläre Albvereinswandererschar ist allenfalls halb so schnell unterwegs. Dieses Tempo sollen nach Möglichkeit alle durchhalten: Denn schließlich wollen die 25 Wanderer nicht nur zusammen starten, sondern nach 100 Kilometern auch gemeinsam ins Ziel kommen: Das Gruppenerlebnis steht im Vordergrund.