Timmy der Wal ist am Ufer der Donau in Nendingen gestrandet. Foto: Meene

Witzig, kreativ und originell – das muss ein Maistreich sein. Auch dieses Jahr waren die Scherzbolde in der Region unterwegs – wir geben einen Überblick.

Auch in diesem Jahr waren in der Nacht auf den 1. Mai diverse Scherzbolde in der Region unterwegs, um das Ortsgeschehen gekonnt auf die Schippe zu nehmen.

 

Witzig, kreativ und originell - wir haben Fotos einiger Maischerze zusammengetragen

Bad Dürrheim

An der Grenze zwischen den Bad Dürrheimer Ortsteilen Oberbaldingen und Unterbaldingen wurde ein Grenzehäuschen samt Schranke aufgestellt und der Freistaat ausgerufen. 

Aichhalden-Rötenberg

In Rötenberg ist ein Wal gestrandet. Foto:  Lehrer

Gleich zwei Maischerze sorgen in Rötenberg für Gesprächsstoff: Da wäre zunächst „Timmy der Wal“, der offenbar eine unerwartete Kursänderung vorgenommen hat. Statt seinen Weg Richtung Nordsee fortzusetzen, wurde er kurzerhand im Bacher Brunnen „ausgesetzt“.

Nicht weniger einfallsreich zeigt sich der zweite Streich: Kaum ist andernorts von neuen Großprojekten die Rede, zieht Rötenberg nach. Mit der „Rötenbach Line“ verfügt der Ort nun ebenfalls über eine eigene berühmte Brücke. Der entscheidende Vorteil gegenüber großen Vorbildern wie in Rottweil: Die Nutzung ist dauerhaft kostenlos, ganz ohne Ticket.

Albstadt

Albstadt-Laufen gehört hier zur "Klinikstadt Frommern". Foto:  Nölke

Jahrelang war Albstadt bei den kreativen und lustigen Maischerzen ganz vorne mit dabei. So wird Margrethausen kurzerhand zum gallischen Dorf und Laufen gehört zur "Großen Klinikstadt Frommern".

Margrethausen wurde in der Nacht auf den ersten Mai zum gallischen Dorf. Foto:  Nölke

Am aktivsten waren in der Nacht zum Feiertag aber wie in den vergangenen Jahren die Burgfelder. Am Ortseingang deutete ein neues Verkehrsschild darauf hin, dass Burgfelden nun eine private Parkraumüberwachung hat. Ab 1,5 Minuten Parkdauer werde demnach eine Gebühr fällig. Und auch für den Spaziergang mit dem Hund müssten nun Gebühren entrichtet werden.

In Burgfelden gibt es offenbar eine neue Gebührenordnung. Foto:  Nölke

Am Ortseingang von Burgfelden fand sich auch die Lösung: in einem extra aufgebauten Zeitungsstand lag die „BILD am Feiertag“ in einer „Sonderausgabe“ aus. Sechs Seiten wurden dem kleinsten Albstädter Stadtteil gewidmet. Alle diesjährigen Maischerze aus Albstadt gibt es hier.

Mössingen

In Mössingen versuchten drei Männer gegen 1 Uhr in der Nacht auf den 1. Mai einem Freund einen Streich zu spielen, indem sie dessen abgemeldeten Pkw mittels eines Gabelstaplers umsetzen wollten. Die hinzugerufenen Polizeibeamten konnten das Vorhaben unterbinden und verständigten den Eigentümer.

    Lörrach-Stetten

    Eigentlich sollte dieses Jahr in Lörrach-Stetten kein einziger Maibaum gestellt werden. Aus Versicherungsgründen. Doch es kam anders. Ganz anders. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurden sage und schreibe vier Maibäume aufgestellt. 

    Dettingen an der Erms

    Tüchtig zeigten sich mehrere Unbekannte in Dettingen an der Erms, die mit Hilfe eines Baggers und eines Traktors im Herdweg einen circa 15 Meter hohen Maibaum aufstellten. Der Baum wurde in einen Gullyschacht am Fahrbahnrand eingelassen und mittels mehrerer Betonklötze abgespannt. Die Arbeit war so professionell, dass der Baum an Ort und Stelle belassen werden konnte.

    Nendingen

    Timmy der Wal ist am Ufer der Donau in Nendingen gestrandet. Foto:  Meene

    "Raus aus der Ostsee, rein in die Donau!" heißt es in Nendingen. Hier liegt Wal Timmy fast lebensgroß am Ufer der Donau, während er von einer Brücke aus von ausgestopften Wal-Experten beobachtet wird.