Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

"Die Faxen dicke" Villinger "Schrottplatz" erzürnt die Gemüter

Von
Thomas (links) und Sven Kieninger stehen für die Bewohner des Wohngebietes "Oberer Steppach" am Bauzaun, der den "Schrottplatz" entlang des ehemaligen Autohauses Keller nur notdürftig verbirgt. Foto: Heinig

Statt der geplanten Renaturierung lagern Geräte und Container hinter einem Zaun in der Villinger Milanstraß. Wie die Stadt auf die Forderung der Anwohner reagiert, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

VS-Villingen - "Jetzt haben wir die Faxen dicke". Sven und Thomas Kieninger stehen vor dem Bauzaun, auf den sie seit über einem Jahr beim Verlassen ihres Wohngebietes "Oberer Steppach" in Villingen stoßen. Die Bitte an die Stadt um eine Verbesserung blieb bisher ohne Folgen.

Die beiden nicht miteinander verwandten Kieningers sind Nachbarn und gehören zu den aktiven Bürgern, die sich seinerzeit schon beim Bau des Möbelhauses XXXLutz für die Belange der Anwohner stark gemacht hatten. Die begrüßten damals sehr, dass der Durchgangsverkehr durch einen Trassenneu bau auf die Wieselsbergstraße abgehängt worden war und ein "Rückbau" der Milanstraße in Aussicht gestellt wurde.

Wertminderung wegen Geräten und Containern?

Inzwischen ist der besagte Straßenabschnitt aber zum "Schrottplatz" geworden, von der einst von Oberbürgermeister Rupert Kubon versprochenen Renaturierung keine Spur. Auf der gut 1000 Quadratmeter großen Fläche, die sich entlang des ehemaligen Autohauses Keller auch über einen der beiden Gehwege erstreckt, hat sich ein Baugeräte- und Containerverleih niedergelassen – ein äußerst unschöner Anblick, der, so die Befürchtung, sich sogar wertmindernd auf die benachbarten Immobilien auswirken könnte. Daher wandte man sich an die Stadt, wurde im Baudezernat von Bürgermeister Detlev Bührer auch "engagiert und freundlich" behandelt, getan hat sich nach nunmehr einem Jahr allerdings nichts.

Die metallenen Gitterelemente wurden lediglich mit einem weißen Sichtschutz versehen, der an manchen Stellen schon einreißt. "Schön ist anders", sagt Sven ­Kieninger und weist darauf hin, dass die nur lose aufgestellten Zaunteile bei Sturm zudem eine Gefahr für die Fußgänger und Radler darstellen, die den verbliebenen Gehweg täglich in großer Zahl frequentieren.

Thomas Kieninger erinnert sich an sein Aufatmen, als Anfang 2017 die Ansiedlung von Rewe und einem Dm-Markt an dieser Stelle vom Gemeinderat gekippt wurde. Die Alternative jetzt empfindet er allerdings als skandalös, zumal dem Grundstücksbesitzer keinerlei Auflagen zur Gestaltung gemacht werden. Durch die Möblierung des Platzes mit Containern und zum Teil recht großen Baugeräten ergeben sich "dunkle Ecken", in denen sich vor allem in den Abendstunden gerne Jugendliche aufhalten, überall liegt Fast-Food-Müll. Da rechtlich an der Nutzung des Privatgeländes wohl nichts zu drehen sei, wie die beiden Bürgervertreter glauben, wünschten sie sich von der Stadt zuletzt die Pflanzung von einigen wenigen Büschen, um das Elend wenigstens nicht länger sehen zu müssen. Doch auch dieser Bit te wurde – inzwischen mit dem Hinweis auf den durch die Corona-Pandemie angespannten Haushalt – nicht entsprochen. Als Hohn empfinden es Sven und Thomas Kieninger angesichts der an dieser Stelle "städteplanerischen Fehlleistung" und einer moderaten Investition in Grünzeug den Vorschlag an die Bewohner, doch selbst zu pflanzen.

Artikel bewerten
3
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.