Eine Fläche, angrenzend an das Wohngebiet Schilterhäusle, wird die neue Heimat des Zentralbads von Villingen-Schwenningen. Foto: Marc Eich

Bei der Realisierung des VS-Zentralbads werden nun die nächsten, wichtigen Schritte eingeleitet. Die Variante soll von den Stadträten abgesegnet werden, um das Projekt dann zu vergeben.

Der Standort steht fest, nun soll es in die Detailplanung gehen, wie das zukünftige gemeinsame Hallenbad für Villingen-Schwenningen aussehen soll. Der Aufsichtsrat der Bäder VS hat sich mit Unterstützung eines Fachbeirats für eine Variante ausgesprochen.

 

Insgesamt drei Varianten sind vor dem Bürgerentscheid – im Juni 2024 hatten die Wahlberechtigten grünes Licht für das Millionenprojekt gegeben – präsentiert worden. Sie unterschieden sich insbesondere in der Gesamt-Wasserfläche und dem möglichen Bau eines 50-Meter-Beckens. Die Kostenspanne lag dabei zwischen 40 bis 55 Millionen Euro.

Und das sind die Eckpunkte des ersten gemeinsamen Hallenbades für die Doppelstadt: ein 50-Meter-Wettkampfbecken, ein 25-Meter-Becken für Schul- und Vereinssport, eine Rutsche zur Attraktivitätssteigerung für Familien sowie eine Saunalandschaft. Die Variante soll den bestmöglichen Parallelbetrieb zwischen Freizeit-, Schul- und Vereinsschwimmen ermöglichen und zugleich eine Lärmreduzierung im Innenbereich gewährleisten.

Berücksichtigt werden hierbei nicht nur die Bedürfnisse der Vereine, die als Fachbeirats in die Entscheidung mit eingebunden wurden, sondern man orientiert sich dabei auch an der 2023 durchgeführten Bürgerbefragung mit 3500 Teilnehmern. 60 Prozent der Befragten befürworteten ein 50-Meter-Becken, 46 Prozent wünschten sich zusätzlich ein 25-Meter-Becken – beides soll nun umgesetzt werden.

Stadt steuert 50 Millionen Euro bei

Das Vergabeverfahren für Architekten- und Fachplanerleistungen ist nach Angaben der Verwaltung bereits weit fortgeschritten. Mitte September 2025 fanden die entscheidenden Verhandlungsgespräche statt, an denen Vertreter aller Fraktionen, der Stadtverwaltung, der BVS sowie externe Fachplaner teilnahmen. Die Entscheidungen fielen einstimmig aus. Die Bindefrist der Angebote läuft bis Ende November, weshalb der Gemeinderat nun die Voraussetzung schaffen muss, um die Verträge abschließen zu können und auf einen Detailentwurf hinzuarbeiten.

Die Planung und der spätere Betrieb liegen in den Händen der städtischen BVS GmbH, die das Bad in eigener Verantwortung realisieren soll. Insgesamt sind Kosten von rund 55 Millionen Euro veranschlagt. Davon übernimmt die Stadt bis zu 50 Millionen Euro als Investitionskostenzuschuss, die BVS steuert weitere fünf Millionen Euro aus eigenen Mitteln bei.

Mit der Zustimmung zur Variante und der Einplanung der finanziellen Mittel in den Haushalt 2026/2027 könnte der Weg für das neue Bad endgültig frei werden. Am Mittwochabend fasste der Verwaltungs- und Kulturausschuss einen mehrheitlichen Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat, dem Vorgeschlagenen zuzustimmen, nachdem Bäderchef Gregor Gülpen und zwei Vertreter der beauftragten Architekturbüros skizziert hatten, wie das Bad einmal aussehen könnte.