Die Vorlieben sind unterschiedlich... (Archivfoto). Foto: Otto

Wie viel Hubraum bevorzugen Autobesitzer im Kreis Rottweil? Wir haben die interessanten Zahlen.

Auto unterm Weihnachtsbaum? Na, hoffentlich das Richtige. Denn Menschen, die anderen gerne Vorschriften machen, gibt’s derzeit ja reichlich: Christian Linder und die ’’Porschefahrer’’ bekommen ihr Fett weg, die Deutsche Umwelthilfe geißelt ’Monster-SUV’’.

 

Objektiv lässt sich dem Auto nicht ansehen, welchem Zweck es dient, warum es gefahren wird oder welche Gefahren es bringt. Technisch gibt’s immerhin eine Zahl, die Rückschlüsse zulässt, für welche Autos sich die Menschen entscheiden, wenn’s um das Gefährt als Gefährten für den mobilen Alltag geht: Im Kreis Rottweil haben 86 Prozent der Pkw einen Motor mit unter zwei Litern Hubraum, gehören also motormäßig nicht zu den dicken Dingern, auch wenn sie karosseriemäßig größer daherkommen, berichtet der Zeitungsdienst Südwest.

Dicke Brummer in der Minderheit

Deutschland liebt die mittelgroßen Motoren. Die Aussage gilt für Verbrenner. Elektroautos werden derzeit nur als solche gezählt, nicht nach Motorklassen unterschieden. Im Kreis Rottweil zeigt der Blick auf den Motor unter der Haube des oder der häuslichen oder betrieblichen Pkw, die dicken Brummer sind in der Minderheit: 14,35 Prozent der Pkw haben nach der Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamtes für 2024 einen Motor mit mehr als zwei Litern Hubraum. 34,61 Prozent sind mit Motoren unter 1,4 Litern unterwegs.

Die Motorenklasse, die am besten zu den Wünschen und Anforderungen passt, liegt vom Hubraum her mit 48,37 Prozent zwischen 1400 und 1999 Kubikzentimetern. In allen Fällen sind Hybrid-Autos, die ja auch einen Verbrennungsmotor haben, je nach Hubraum mit eingerechnet.

Auf Platz 130 von 399

In einer Bundesliga der hubraumstarken Motoren mit zwei Litern und mehr Volumen, liegt der Kreis Rottweil auf Platz 130 von 399 Städten und Kreisen, die in der Analyse berücksichtigt werden. Spitzenreiter ist der Kreis Starnberg mit einem Anteil großvolumiger Motoren von 19,9 Prozent im Pkw-Bestand. Wolfsburg liegt mit 5,97 Prozent auf dem letzten Platz.

Unter den Oberbegriff „Bestand“ fallen alle Autos vom Oldtimer bis zur Neuzulassung. Der Pkw-Bestand von 97 511 Fahrzeugen, der der Auswertung zugrunde liegt, spiegelt recht genau wider, wonach den Menschen mit Führerscheinen der Sinn steht (und was sie sich so leisten können, egal, ob Single, Familie oder in anderer Lebenssituation).

Kleine Motoren nehmen zu

Was die Motorenauswahl angeht, ist es so: Im Kreis Rottweil nahm die Zahl der Autos mit Motoren unter 1,4-Liter von 2023 auf 2024 um 60 zu. Macht 33 751 Pkw oder 34,61 Prozent. In den anderen Motorklassen stieg die Zahl der Fahrzeuge in der Klasse 1400 bis 1999 Kubik um 128. Damit liegt deren Zahl bei 47 163 Pkw, der Anteil bei 48,37 Prozent. Bei den Autos mit mehr als zwei Litern gab es im Kreis Rottweil einen Rückgang um zehn Fahrzeuge. Bestand: 13 990 Fahrzeuge (14,35 Prozent).

Gasfuß spielt eine Rolle

Und wie ist das mit dem CO2-Ausstoß? Da entscheidet nicht nur der Hubraum. Da spielt der Gasfuß auch eine Rolle. Wer ständig volle Pulle fährt, fährt geldbeutel- und klimaschädlich: Wenn der Motor einen Liter Benzin verbraucht, stößt er etwa 2,37 Kilogramm CO2 aus. Beim Diesel sind es 2,65 Kilogramm CO2. Deswegen kann die Motorwahl auch nach hinten losgehen. Zu kleiner Motor bei Anhängelasten oder stets voll besetztem oder beladenen Auto, heißt beispielsweise viel hochtouriges Fahren. Heißt viel Spritverbrauch. Manchmal sind ein paar PS mehr, die mitteltouriges Fahren ermöglichen, besser.