Diakonin Ellen Schopf, die 13 Jahre im Bezirk Schopfloch/Waldachtal der Liebenzeller Gemeinschaft tätig war, verändert sich nach Ludwigsburg.Foto: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinschaft: Nach 13 Jahren in Schopfloch/Waldachtal neue Aufgabe in Ludwigsburg-Oßweil

Waldachtal/Schopfloch. Die Zeichen stehen auf Abschied: Nach 13 Jahren des Wirkens verlässt Diakonin Ellen Schopf den Bezirk Schopfloch/Waldachtal der Liebenzeller Gemeinschaft und ihren Wohnort Hörschweiler.

Sie sucht eine neue Herausforderung: Die 46-Jährige übernimmt zum 1. September eine neue Aufgabe in Ludwigsburg-Oßweil, was zum Liebenzeller Bezirk Stuttgart gehört. Ihre Verabschiedung im hiesigen Bezirk erfolgt im Rahmen eines Open-Air-Bezirks-Gottesdienstes am Sonntag, 18. Juli, um 10.30 Uhr bei der Feuerwehrhütte in Hörschweiler.

Seit September 2008 wirkte die in Rüdersdorf/Berlin geborene als Diakonin im LGV Bezirk Schopfloch mit Wohnort Waldachtal. Insbesondere engagierte sie sich in der Jugendarbeit und übernahm immer mehr pastorale Aufgaben. Schopf resümiert ihre 13 Jahre: "Ich freue mich, dass Gott mich mit einer sehr vielseitigen Begabung beschenkt hat und ich ihm mit Freude dienen kann, sei es in Kinderstunden, Jungscharen, Mädchen-Freizeiten, in zeitgemäßen Gottesdiensten, beim Predigen wie auch bei Besuchen und Gesprächen." All das hat sie hier im Bezirk bravourös geleistet. Ab September 2013 unterrichtete sie als Religionspädagogin im Dekanat Freudenstadt evangelische Religion in der Grundschule. Über ihr Leben stellte sie das Bibel-Wort: "Jesus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und voll Genüge (Joh. 10,10)." Wie hat sie die Gemeinschaft in Waldachtal erlebt? Die Diakonin: "Sie ist eine herzliche Gemeinschaft, in der man sich leicht zuhause fühlt. Ihr Anliegen und Wunsch ist es, Menschen mit der guten Nachricht von Gott und seiner Liebe zu erreichen. Ich war gern Teil der Gemeinschaft." Wie schmerzhaft ist der Abschied aus Waldachtal/Schopfloch? Schopf: "Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt und das Waldachtal ist mir zu einer Heimat geworden. Dementsprechend schwer fällt mir der Abschied." Welche Aufgaben stehen in Ludwigsburg-Oßweil an? Sie antwortet: "Dort werde ich die Pastoraldiakonin einer Liebenzeller Gemeinschaftsgemeinde werden. Eine Aufgabe, auf die ich mich freue."

Aufgewachsen im heutigen Thüringen

Als erstes Kind gläubiger Eltern wuchs sie mit zwei jüngeren Geschwistern im heutigen Thüringen auf. Rückblickend sagt die 46-Jährige: "Meine Eltern haben uns Kinder nicht in die in der DDR üblichen politischen Erziehungsgruppen Jung- und Thälmann-Pioniere sowie Freie Deutsche Jugend eintreten lassen. So lernte ich von Kind an Stellung zu beziehen und durch den Glauben an Jesus etwas Besonderes zu sein." Sie betont: "Das prägte und stärkte meinen Glauben." Ihre Familie gehörte zur evangelisch freikirchlichen Brüdergemeinde. Als Siebenjährige entschied sie sich bei einer Kinder-Evangelisation in dieser Gemeinde für Jesus. "Prägend in meiner geistlichen Entwicklung waren die Kinderrüsten, an denen ich ganz unbeschwert und fröhlich teilnahm und durch die ich viel Reifung in meinem Glauben erfuhr." Sie besuchte die Polytechnische Oberschule Lucka.

Mit 16 Jahren ist sie nach Baden-Württemberg umgezogen und begann bei Verwandten in Boll eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel. Beim Ausbildungs-Betrieb Henninger arbeitete sie als Kauffrau noch weitere Jahre. "Von Kind an hatte ich den Wunsch, ein Jahr meines Lebens in den Dienst für Gott zu stellen", bestätigt die heutige Diakonin. So engagierte sie sich für das Christliche Hilfswerk Zedakah als Volunteer in Maisenbach und in Maalot/Israel. "In dieser Zeit wurde mein Blick durch Gottesdienste, Andachten und Bibelstunden für die Heilsgeschichte Gottes mit Israel und den Nationen sowie für das Alte Testament geweitet." Und: "Gottes Führung erlebte ich in dieser Zeit auch mit Blick auf meinen weiteren Weg, der mich nach Bad Liebenzell an die Bibelschule brachte." Von 1998 bis 2001 absolvierte sie eine Bibelschulausbildung zur Gemeinschaftsdiakonin am Theologischen Seminar der Liebenzeller Mission. Schopf: "Mein Herzenswunsch war, den Menschen nicht nur leibliche Nahrung zu verkaufen, sondern geistliche Nahrung weiterzugeben." An die drei Jahre auf dem Missionsberg schloss sich ein Praktikum beim LGV Mannheim-Freudenheim an. Es folgte 2002/2003 ein englischsprechendes Gemeindepraktikum bei der United Brethren Otterbein Church in Waynesboro im US-Bundesstaat Pennsylvania um Klarheit zu bekommen, ob ein Einsatz im Ausland in Frage kommt. Sie entschied sich, nicht den Weg in die äußere Mission zu gehen. Ihre erste Stelle als Gemeinschaftsdiakonin trat sie dann beim LGV Bezirk Feuchtwangen/Bayern an.

Weiterbildung zur Perspektiv-Entwicklerin

Fünf Jahre verantwortete sie dort bis 2008 die Jugendarbeit, bevor sie in den hiesigen Bezirk in den Kreis Freudenstadt wechselte. Nach ihrer Aufbau-Ausbildung 2013 bis 2015 zur Diakonin der Württembergischen Landeskirche ist Ellen Schopf zur Diakonin der Württembergischen Landeskirche berufen worden. Von 2005 bis 2020 hat sie an zahlreichen Fortbildungen teilgenommen. Zuletzt bildete sie sich zur Perspektiv-Entwicklerin weiter. Weiterhin im Bezirk hier tätig sein wird der als Jugendpastor eingesetzte Jonathan Stibor, der im Gemeinschaftshaus in Hörschweiler wohnt.

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