Das DHL-Areal liegt strategisch günstig für ein neues Polizeirevier. Foto: Baum

Rottenburg. Im Rottenburger DHL-Areal entsteht wohl bald ein neues Polizeirevier.

Im Haushaltsplan seien für die Jahre 2022 und 2023 Mittel eingestellt. Hierüber entscheiden muss das Land Baden-Württemberg – Erster Bürgermeister Thomas Weigel erklärte, das bereits Grundstücke der Stadt für diesen Zweck aufgekauft worden seien.

Größer, schöner, besser? Revierleiter Michael Schlüssler vom Polizeirevier Rottenburg meinte, ein neues Polizeirevier im DHL-Areal mache schon alleine aus strategischer Sicht Sinn. Man sei schnell in Hirrlingen und auch auf der Autobahn A 81, wo es häufig Probleme mit Unfällen gibt. Das derzeitige Polizeirevier liegt in einer verkehrsberuhigten Zone – dies macht keine Probleme. Die Polizei im Einsatz fährt sowieso unüberhörbar mit Martinshorn und Blaulicht. Schlüssler meinte, dass das Polizeirevier fußläufig in der Innenstadt liegt, was auch viele Vorteile für die Bevölkerung hat. Hier ist die Polizei eine Anlaufstelle für die Bürger. Man kann so zu Fuß ins Polizeirevier laufen – ein Vorteil etwa, wenn etwas passiert ist, auch als Schutzraum vielleicht. "Das Ganze wird sich aber einspielen", gab sich Schlüssler zuversichtlich. Auf die Frage unserer Zeitung, ob es zwei Polizeiposten in der alten Bischofs- und Römerstadt Rottenburg geben werde, verneinte Schlüssler.

Gebäude ist städtisch

Dominik Bok vom Polizeipräsidium Reutlingen, und der dortigen Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit verwies darauf, dass das Projekt Polizeirevier im DHL-Areal in der Zuständigkeit des Bauherren liege. Dies ist das Amt für Vermögen und Bau in Tübingen. Weigel sagte, dass das Gebäude des derzeitigen Polizeireviers städtisch sei – so wird es eine Umnutzung geben. Das derzeitige Gebäude des Polizeireviers ist darüber hinaus denkmalgeschützt und ein sehr schönes Haus, wie Weigel betonte. "Der Bau kann vielleicht sehr schnell gehen – in einigen Jahren werden wir ein Polizeirevier im DHL-Areal haben."

Dass in Rottenburg viele Straftaten zu verzeichnen sind, schilderte der kommissarische Revierleiter Marco Renner kürzlich dem Gemeinderat – so gibt es an bestimmten Punkten Drogenumschlagplätze – es wird in Rottenburg gedealt, auch mit harten Drogen. Ab und zu herrscht auch Mord und Totschlag, auch und gerade in gewissen Brennpunkten der Stadt.