Die DGH-Fasnet in Wiesenstetten war ein voller Erfolg. Die Akteure zeigten Showtänze und die „Jungs vom Wohnwagen“ sprachen Klartext.
Einblicke in die Backküche, eine Persiflage auf Markus Lanz mit „Raphael Lantz“ und sogar ein Glasfaserbingo mit dem Hauptgewinn, einer funktionierenden Internetverbindung gab’s bei der DGH-Fasnet im Dorfgemeinschaftshaus Wiesenstetten.
Man konnte statt der Tagesschau die „Dorfschau“ gucken – und was die Jungs vom Wohnwagen Wiesenstetten darboten, war einfach der absolute Knaller und Brüller. So gab’s eine Kochshow mit „veganer Schlachtplatte“, für die Auberginen und Paprika „sterben“ mussten. Super war auch die Dorfschau – hier wurde die neue Hundesteuer durch den Kakao gezogen, ebenso die niedrige Wahlbeteiligung der Bürgermeisterwahl von Ferdinand Truffner.
Apropos Truffner: Der hatte sich im Sesamstraßenkostüm unters Publikum gemischt – er kam als Ernie. Auch die Umfahrungspläne für Empfingen wurden karikiert – in einer Fotomontage sah man Empfingen, umgeben von etlichen Umfahrungsstraßen und „Umfahrungen der Umfahrung.“
Auch Alphornbläser aus Dommelsberg waren ein Thema der Wohnwagenjungs. Für die Generation „Z“ wurde ein Internetanschluss ausgelost und auch „7 vs. Wald“ in Szene gesetzt. Survival im Wald war das Thema – egal, ob mit Motorsäge, Beil oder Traktor. Auch die Backküchen-Mädels bekamen Besuch von den Bauwagen-Jungs, die alles in einem Film festhielten – der nicht immer jugendfrei war.
Schließlich wurden die vier Vorstände der Kulturgemeinschaft Empfingen von Markus Lanz, Pardon: Raphael Lantz, interviewt. 17 Paletten Bier sollen vom Ringtreffen übrig geblieben sein, was laut Raphael kein Problem darstellen kann. Er hatte auch noch andere Themen beim Late-Night-Talk parat – aber das Bierproblem hatte es ihm besonders angetan.
Raphael Kurtz von der Dorfgemeinschaft führte auch sonst durchs Programm der mehrstündigen handgemachten Fasnet, die von ihren Akteuren lebte. Aus den ehemaligen Tanzmäusen sind beispielsweise mittlerweile die „Dancegirls“ geworden, die mit ihren Showtänzen dem närrisch verkleideten Publikum kräftig einheizten. Sie zeigten einen tollen Showtanz zum Regenbogen-Song von Kerstin Ott und zu Rhythmen von Beatrice Egli. Die 21 Tänzerinnen der Dancegirls sind im Alter von 5 bis 13 Jahren alt, und sie tanzten mit Bändern und im Regenbogenfarbenen Tanzdress.
Gäste aus Sigmarswangen
Danach kamen die Narren und Hästräger der Narrenzunft Sigmarswangen auf die Bühne und stellten sich und ihre Zunft vor. Die Monde, Stoigwaldmaale und die Garde gaben ein sehr schönes Bild ab und begeisterten das Publikum.
Was die Feuerwehr so alles drauf hat, konnte das Narrenvölkchen anschließend erleben – selbst eine Leiter war im Spiel. In voller Montur zeigten die Feuerwehrmänner einen super Showtanz, der den Männern auch Akrobatik abverlangte.
Zum guten Schluss heizten die Shitbulls mit ihrer Guggenmusik den Zuschauern ein – und die ließen sich total begeistern und waren aus dem Häuschen.