Im Kampf um das DFB-Pokalfinale, zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg könnten zwei im Fokus stehen, die auch schon für den Gegner spielten.
Schafft es der Titelverteidiger aus der Landeshauptstadt zum zweiten Mal nacheinander ins DFB-Pokalfinale? Oder fährt der SC Freiburg zum überhaupt erst zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach Berlin? Und hätte der Gewinner des Südwest-Duells am Donnerstag (20.45 Uhr/ARD und Sky) überhaupt eine Chance im Endspiel, das die schier übermächtigen Bayern bereits am Mittwoch erstmals seit 2020 wieder erreichen wollen?
Diese und viele weitere Fragen stehen vor dem mit Spannung erwarteten DFB-Pokalhalbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg im Raum. Auf dem offiziellen Instagram-Kanal des DFB-Pokals wird dieses Südwest-Derby auf eine ganz einfache Frage runtergebrochen: „Spätzle oder Schäufele?“
Ob die Antworten bei Spielern und Trainer beider Teams dabei ein klares Bild ergeben, sei dahin gestellt. Klar ist aber: Für beide Mannschaften geht es am Donnerstagabend um viel. „Es kribbelt brutal, ich habe so etwas ja noch nie erleben dürfen“, hatte SC-Stürmer Igor Matanovic schon am Sonntag gesagt.
Im Elfmeterschießen in Berlin zum Helden geworden
Dass er und seine Kollegen vom SC Freiburg dieses Spiel in Stuttgart überhaupt erleben dürfen, haben sie auch Florian Müller zu verdanken. In der Bundesliga hinter Noah Atubolu die klare Nummer zwei, wuchs er im Viertelfinale bei Hertha BSC über sich hinaus. Schon in den 120 Minuten reagierte er mehrfach stark, im Elfmeterschießen wurde er mit zwei gehaltenen Strafstößen endgültig zum Freiburger Pokalhelden.
Und nun? Bekommt der Freiburger Pokal-Keeper, der außer in der ersten Runde immer im DFB-Pokal spielte, auch im Halbfinale seine Chance? Eine Antwort darauf gibt es öffentlich noch nicht, eine Entscheidung dürfte Trainer Julian Schuster kurzfristig treffen.
Seinen Vertrag in Freiburg hat Müller bereits verlängert
Für Müller, der im Februar seinen Vertrag beim Sport-Club verlängert hat, wäre es ein besonderes Spiel. Von 2021 bis 2023 stand er beim VfB Stuttgart unter Vertrag, konnte dort jedoch nicht restlos überzeugen. Das ist im Breisgau anders: Wenn immer Müller gebraucht wird, ist er da – auch nach dem Viertelfinale sprach Julian Schuster in den höchsten Tönen von seiner Nummer zwei. „Du kannst auch nur so eine Leistung abliefern, wenn du immer dabei bleibst und mental diesen Fokus hast“, sagte der Trainer.
Ermedin Demirovic trifft gerne gegen seinen Ex-Club
Sollte Müller am Donnerstag im Tor stehen, trifft er mit Ermedin Demirovic auch auf einen Ex-Freiburger, der gerne gegen die früheren Kollegen trifft. In allen vier Partien für die Stuttgarter traf er gegen den Sport-Club. Eine Serie, die Ex-VfBler Müller gerne stoppen möchte. Wenn er denn an alter Wirkungsstätte im Tor steht.