Fans des FC 08 müssen den 16. August im Kalender dick ankreuzen. Für die Oberliga-Männer geht es gegen Neckarsulm, die A-Junioren erwarten im DFB-Pokal Armina Bielefeld.
Es wird also dann ein ganz besonderer Samstag im Friedengrund. Für 12 Uhr, so heißt es nun auf fussball.de, ist die DFB-Pokal-Premiere gegen Arminia Bielefeld offiziell terminiert – auf dem Platz der DJK Villingen. „Um 11 Uhr geht es wegen dem Spiel der Oberliga-Mannschaft nicht“, so Mike Duffner.
Herren scheitern immer
Vielleicht gelingt dem Villinger Nachwuchs ja sogar der Einzug in die 2. Runde. Dies haben die Herren in zwölf Versuchen, zuletzt gab es 2024 eine 0:4-Erstrundenniederlage gegen Bundesligist 1. FC Heidenheim, noch nie geschafft. Die Männer sind also in Sachen Erfolge im DFB-Pokal kein Vorbild.
Diese wollen dafür am Samstag, 16. August (14 Uhr), gegen Oberliga-Aufsteiger Türkspor Neckarsulm um den Ex-Nullachter Cristian Giles den Heimvorteil in der heimischen MS Technologie-Arena nutzen.
Die Premiere
Die Villinger A-Jugend war noch nie im DFB-Pokal vertreten. Allerdings spielte der älteste Nachwuchs der Nullachter unter dem damaligen Trainer Peter Grütering schon einmal Anfang der 1980er-Jahre beim damaligen deutschen A-Jugend-Pokal mit.
Die jungen Villinger schieden in der ersten Runde gegen den SV Darmstadt 98 knapp aus. Der DFB-Pokal für die A-Junioren wurde in dieser Saison von 32 Teams auf 64 Teams in der ersten Hauptrunde erweitert.
Interne Unruhe
Da der FC 08 im südbadischen Pokalwettbewerb erst im Finale dem SC Freiburg unterlag, waren die Villingen neben dem Sportclub ebenfalls qualifiziert. Die Auslosung der ersten Hauptrunde erfolgte Ende Juni.
„Wir haben erst über Umwege erfahren, dass das Teilnehmerfeld erhöht wurde. Einige Spieler von uns gingen davon aus, dass nun Anfang August noch kein wichtiges Pflichtspiel stattfindet und buchten den Urlaub“, berichtet A-Junioren-Coach Mike Duffner. Sprich – der FC 08 ist gegen Bielefeld zwar nicht komplett, „aber wir werden dennoch eine starke Mannschaft auf den Platz schicken“, so Mike Duffner, der mit seinem Team auf rund 500 Zuschauer – wenn der Termin günstig liegt – hofft. Nach einer vierwöchigen intensiven Vorbereitungsphase gab das Trainerteam – mit Mike Duffner, Pascal Wimmer, Kevin Vurusic und Bozo Radjenovic – der Mannschaft ein paar Tage frei.
Ab diesen Freitag beginnt für den Verbandsligisten die zweite Vorbereitungsphase mit dem Testspiel am Wochenende gegen den FV Rottweil. Über die internen Probleme zuletzt im Jugendbereich möchte sich Coach Mike Duffner nicht mehr groß äußern: „Ja, die Unruhe war groß und hat intern bei vielen für Unsicherheit gesorgt. Aber jetzt schauen wir nach vorne und freuen uns auf das große Spiel gegen Bielefeld.“
Arminia Bielefeld
Der Nachwuchs des Zweitligisten spielt in dieser Saison in der U19-Nachwuchsliga (Vorrundengruppe 1) mit Teams wie dem FC Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach zusammen. In der vergangenen Runde sprang Rang zwei in der Hauptrunde (Gruppe F) – hinter dem FSV Frankfurt – heraus. Damit war das Pokal-Ticket gelöst.
Der Wettbewerb
Für den Nachwuchs geht es seit der Runde 1986/87 um den DFB-Pokal. Erster Gewinner war der 1. FC Nürnberg, in diesem Jahr jubelten die Talente von Werder Bremen. Übrigens trug sich auch der VfR Heilbronn (1996) in die Siegerliste ein.
„Rekordsieger ist der SC Freiburg, der die Trophäe bisher sechs Mal entgegennehmen durfte. Das Pokalfinale der Junioren ist der kleine Bruder des DFB-Pokalfinales in Berlin. Daher wird es in zeitlicher und räumlicher Nähe zum großen Endspiel im Olympiastadion ausgetragen.
Seit der Saison 2018/19 findet das Finale um den DFB-Pokal der Junioren im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion statt. Zuvor spielten die A-Junioren auch schon im Stadion am Wurfplatz in unmittelbarer Nähe des Olympiastadions. Die siegreiche Junioren-Mannschaft bekommt den Pokal im Rahmenprogramm des DFB-Pokalfinales vor 75 000 Zuschauer*innen im Olympiastadion überreicht.“ So beschreibt der DFB seinen Wettbewerb, der bis 2002 DFB-Jugend-Kicker-Pokal hieß.
Der Modus im DFB-Pokal
Die Runden werden im K.-o.-System gespielt. Der Nachwuchs von Amateurteams hat gegen die Junioren von Lizenzvereinen immer Heimrecht. Steht es nach 90 Minuten unentschieden, geht es in die Verlängerung.
Sollte nach der Extratime immer noch nicht das Spiel entschieden sein, geht es schließlich im Elfmeterschießen um den Einzug in die nächste Runde – oder im Finale um den DFB-Pokal-Sieg.